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Vorrede.
Der liier folgenden Uebersetzung der Metaphysik des Aristoteles liegt der Text nach der Becker'sehen Ausgabe zu Grunde. Neuere Herausgeber der Metaphysik, wie Schwegler und Bonitz, haben zwar viele beachtens-werthe Vorschläge zur weiteren Berichtigung des Textes gemacht, indess haben sie selbst diese Vorschläge noch nicht in den Text ihrer Ausgaben aufgenommen, und es schien deshalb rathsam, auch hier bei dem Becker'schen Text als der allgemein anerkannten Vulgata stehen zu bleiben; zumal die Verbesserungsvorschläge meist nur eine höhere Deutlichkeit oder Eleganz des Ausdruckes bezwecken, während Aristoteles in seiner bequemen, ja oft nachlässigen Schreibweise diese Mängel leicht selbst verschuldet haben kann.
An deutschen Uebersetzungen sind bis jetzt die von Hengstenberg, Bonn 1824, die von Schwegler, Tübingen 1847, und die vonRieckher, Stuttgart 1860, vorhanden. Jede Uebersetzung der Schriften des Aristoteles, insbesondere aber die der Metaphysik, hat mit grossen Schwierigkeiten zu kämpfen. Aristoteles hat offenbar seine Schriften für Leser verfasst, welche mit seiner Philosophie so wie mit der seiner Vorgänger, insbesondere mit der Philosophie Plato's, der Pythagoreer, der Eleaten und mit den Kunstgriffen der Sophisten genau bekannt waren. Ar. hat dreizehn Jahre vor zahlreichen Zuhörern und Schülern im Lykeion zu Athen seine Philosophie in mündlichen Vorträgen gelehrt, und die meisten seiner Schriften wahrscheinlich während dieses Zeitraumes ab-gefasst. So war es natürlich, dass seine mündlichen und schriftlichen Darstellungen einander ergänzten; zumal in