Bővebb ismertető
ANTON HAIDACHER | (11. Juni 1927 10. März 1968)Von Alfred A. StrnadObgleich Freunde und Mitarbeiter um die Schwere der heimtückischen Krankheit schon seit geraumer Zeit wußten, kam die Nachricht vom Heimgang Dr. Anton Haidachers, Oberassistent am Historischen Institut der Universität Innsbruck, dennoch für diese überraschend und traf sie nur wenig vorbereitet. Denn Haidacher, der erst im 41. Lebensjahre stand, als ihn der Tod am 10. März 1968 nach langem, äußerst qualvollem Leiden erlöste, hatte bis zuletzt mit bewundernswerter Energie und zäher Ausdauer gegen die Todeskrankheit anzukämpfen gewußt und selbst auf dem Krankenbette noch wenige Wochen vor seinem Ableben die eben erschienene Fachliteratur einschließlich der Periodica mit jenem stets wachem Interesse und jener aufmerksamen Akribie zur Kenntnis genommen, die auch sein Lebenswerk auszeichnet.Der Verewigte stammte aus bescheidenen Verhältnissen; als Sproß einer kinderreichen Familie hatte er am 11. Juni 1927 in der Tiroler Marktgemeinde Brixlegg (Bezirk Kufstein), die vom 15. bis ins 17. Jahrhundert Mittelpunkt des Silber- und Kupfererzbergbaues des Landes war und heute noch über die einzige Kupferhütte Österreichs verfügt, das Licht der Welt erblickt. An der Volks- und Hauptschule dieses Marktes erhielt er nicht bloß die erste schulmäßige Ausbildung, sondern hier dürfte auch sein späterer Sinn für Geschichte, Heimatkunde und Geisteskultur geweckt worden sein, wozu die burgenreiche Umgebung des Geburtsortes sicher nicht unwesentlich beitrug. Erst 1947 konnte er seine Ausbildung durch die mit Auszeichnung bestandene Reifeprüfung an der Handelsakademie in Innsbruck abschließen, da die Ereignisse des Zweiten Weltkrieges auch seinen Einsatz zunächst im Arbeits-, dann im Kriegsdienste verlangt hatten. Da er sich aber zum geisteswissenschaftlichen Studium hingezogen fühlte, mußte er im Jahre darauf noch eine vorgeschriebene Ergänzungsprüfung am Realgymnasium I der Tiroler Landeshauptstadt ablegen; erst dann konnte er die von Jugend an bevorzugten Fächer Geschichte und Germanistik als ordentlicher Hörer an der Alma mater Oenipontana belegen. Einer Anregung des damaligen Innsbrucker Privatdozenten Hans Hermann Lentze OPräm. folgend, wählte Haidacher die Beziehungen des heute Innsbruck eingemeindeten Prämonstra-tenserstiftes Wilten zur Universität zum Gegenstand einer mit großer Liebe und ebensolcher Sorgfalt gestalteten philosophischen Doktorarbeit, worauf er am 19. Dezember 1952 zum Doktor der Philosophie promoviert wurde. Diese gründliche Untersuchung ist nach nochmaliger Überarbeitung und Sicherung ihrer