Bővebb ismertető
In den letzten Jahren sind in der DDR eine Reihe von Büchern und Broschüren erschienen, deren erklártes Anliegen es ist, den Leser in den Gegenstand der marxistisch-leninistischen Asthetik einzuführen und einen mehr oder minder ausführlichen Überblick zu geben, so zum Beispiel Vorlesungen zur marxistischleninistischen Ásthetik von Moissej Kagan (3., überarbeitete und erweiterte Auflage, Berlin 1974) und Marxistisch-leninistische Ásthetik von einem Autorenkollektiv unter Leitung von Michail Owsjannikow (Berlin 1976). Darüber hinaus wurden mehrere Untersuchungen veröffentlicht, die sich mit der Theorie des sozialistischen Realismus bescháftigen und in denen zentrale Fragen der marxistischen Kunstauffassung dargestellt werden. Das ermöglichte den Autoren der vorliegenden Publikation, ihr Augenmerk von Anbeginn stárker auf einige jener Probleme zu richten, die in den Asthetik-Büchern bisher meist nur eine untergeordnetc Rolle spielten. Die an klassisch-bürgerlichem Vorbild orientierte Selbstbeschránkung der Asthetik als Wissenschaftsdisziplin auf Kunst ist in der Mehrzahl der Lehrbücher zwar verbal überwunden. Jedoch entsprechen die realen Forschungsleistungen in der Regei noch nicht der postulierten Weite des Wissenschaftsgegenstandes. Zudem ist zu beobachten, dafi die heute noch vorherrschende Ansicht, die Kunst zur höchsten Form ásthetischer Aneignung erklárt, stets mit der Abwertung der auBerkiinstlerischen einhergeht. Das wiederum sind konzeptionelle Vorgaben, die bis in die Gegenwart áufterst negative Folgen zeitigen - unter anderem deutlich erkennbar in der zögernden Hinwendung der Asthetik zur auBerkünstlerischen Aneignung oder der Bekunstung aller dieser Erscheinungen in der Theorie. Wir versuchten deshalb, einen theoretischen Ansatz - historisch wie systematisch - zu entwickeln, von dem her künstlerische wie aufierkünstlerische Beziehungen gleichermafíen in ihrer ásthetischen Spezifik zu fassen sind. Mit dem bei uns erreichten Grad und der Perspektive der Vergesellschaftung, damit zusam-