Bővebb ismertető
Die vielgiebeligen Labyrinthe eines Bergbauernhofes, die Burgen der Somba und der Dogon oder die zweistöckigen Lehmháuser der Bürgersleute und die turmhohen Minarette der Moscheen in den sudanesischen Stádten, die ohne Zement oder Spannbeton gebaut werden, sind immer noch genau so westafrikanische Wirklichkeit wie die Hochháuser, Bankpaláste, Warenháuser oder Fabriken in den Grossstádten am Atlantik. In meinem Buch über das afrikanische Handwerk steht auf der letzten Seite der Satz: Das Buch enthált eine Anzahl von Bildern, die in wenigen Jahren nicht mehr aufzunehmen sein werden. Trotz der Beharrlichkeit und des Starrsinns vieler Handwerker und ihres Widerstandes gegen die Neuerungen wird einesTages der Nachwuchs doch ausbleiben. Der Satz gilt natürlich auch für das traditionelle Bauen, obschon ich der Meinung bin, dass Altes und Neues lánger nebeneinander bestehen werden als beim Handwerk. Die Auflösung geht relativ langsam vor sich, weil die Armut viele zwingt, selber zu bauen, aber vor allém weil das Stammesdenken und das Zusammenleben in den altén patriarchalischen Formen der Grossfamilien vielerorts kaum verándert sind. Die Umwandlung der reinen Agrarwirtschaft mit Selbstversorgung in eine Produktion mit Geldwirtschaft und die Verwandlung freier Bauern in Lohnempfánger, die übliche Landflucht und die zunehmende Industrialisierung, so bescheiden sie in Westafrika noch ist, verándern selbstverstándlich auch die Wohngewohnheiten, alsó auch die Bauformen. Aberdieses Buch berichtetvom traditionellen Bauen undWohnen. Die Behausung richtet sich nach Lebensgewohnheiten, nach den Bedürfnissen und natürlich nach den Möglichkeiten. Wichtig sind nicht nur die Schlafráume unter einem Dach, sondern eben all das, was dem Afrikaner zum behaglichen Wohnen gehört: der Hausvorplatz, die Innenhöfe, die Sitzmáuerchen, die Dachterrassen, die offenen Veranden unter einem Schattendach und auch die Ruheplátze der Altén unter dem Baum neben dem Gehöft. Jedes Haus ist ein Spiegelbild seiner Bewohner. So verschiedenartig die zahl-