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Bonifatius und die Bayerisch-Fränkische Spannung (dedikált példány) [antikvár]

Heinz Löwe

 
Herzog und Adel im agilulfingischen Bayern 263 NACHTRAG 1964 Die oben begründete Auffassung, daß Bayern herrschaftlich kein homogenes Gebilde war, sondern etwa durch die Inn-Salzachlinie sich in einen fränkisch orientierten westlichen Teil und einen spezifisch agilulfingischen östlichen Teil aufgliedere, erfährt durch eine diplomatische Untersuchung eine erfreuliche Bestätigung, die um so wertvoller ist, als dieselbe völlig unabhängig von meiner eigenen Argumentation entstanden ist. Danach ist zwischen einem' typisch...
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Herzog und Adel im agilulfingischen Bayern 263 NACHTRAG 1964 Die oben begründete Auffassung, daß Bayern herrschaftlich kein homogenes Gebilde war, sondern etwa durch die Inn-Salzachlinie sich in einen fränkisch orientierten westlichen Teil und einen spezifisch agilulfingischen östlichen Teil aufgliedere, erfährt durch eine diplomatische Untersuchung eine erfreuliche Bestätigung, die um so wertvoller ist, als dieselbe völlig unabhängig von meiner eigenen Argumentation entstanden ist. Danach ist zwischen einem' typisch herzoglich-agilulfingi-schen Formular im Osten Bayerns unddem westbayerischen Freisinger Formular zu unterscheiden, womit sich also der Unterschied in der Herrschaftsstruktur der beiden Regionen unverkennbar auch im Urkundenwesen niedergeschlagen hat. H. Fichtenau, Die Urkunden Herzog Tassilos III. und der „Stiftsbrief" von Kremsmünster, in: MIÖG LXXI (1963) S. 1-32, bes. 15 ff. Dem entspricht die neuere Erkenntnis, daß sich die Schreibschule von Kremsmünster durch ihre italienisch-byzantinischen Einflüsse deutlich von den fränkischen Schreibschulen des Westens unterscheidet. W. Neumüller - K. Holter. Der Codex Millenarius, Graz-Köln 1959. Den fränkischen adeligen Einfluß bei der Gründung von Schäftlarn weist überzeugend nach: W. Störmer, Schäftlarn, Murrhardt und die Waltriche des 8. und 9. Jahrhunderts in: ZBLG 28 (1965) S. 47-81. Inwiefern die agilulfingische Zweiteilung Bayerns ihrerseits die alte römische Grenzlinie zwischen Rätien und Noricum fortgesetzt hat, muß dahingestellt bleiben, doch verdient diese auffällige Ubereinstimmung zumindest Erwähnung. Schließlich mag noch einmal betont werden, daß die strukturelle Zweiteilung des agilulfingischen Bayern wohl zu unterscheiden ist von jener Welle ?.administrativen" fränkischen Einflusses, der im Gefolge von Herzog ^Odilos Niederlage seit 743 und während der Unmündigkeit Tassilos III. nach 748 ganz Bayern erfaßt hatte. Zu S. 228, Anm. 6: Karl Bosl, Freiheit und Unfreiheit jetzt in: ders. „Frühformen der Gesellschaft im mittelalterlichen Europa." Ausgewählte Beiträge zu einer Strukturanalyse der mittelalterlichen Welt 1964, S. 180-203.

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Cím: Bonifatius und die Bayerisch-Fränkische Spannung (dedikált példány) [antikvár]
Szerző: Heinz Löwe
Kiadó: Wissenschaftliche Buchgesellschaft
Kötés: Ragasztott papírkötés
Méret: 120 mm x 190 mm
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