Bővebb ismertető
Der Befehl, mit Feldflasche und Tornister zum Büro des Banriführers zu kommen, erlöste Ralf Meisner an einem Aprilmorgen des Jahres neunzehnhun= dertfünfundvierzig aus der Verwirrung, in die ihn der nahe Geschützdonner und das Motorengeráusch amerikai nischer Panzer seit Tagén versetzt hatten, und trieb ihn nach gewaltsamem Abschied von der Mutter in sechsstün= digem Marsch durch rauchgeschwárzte, zerstörte Strafien, vorbei an zurückschwármenden Soldaten in ein Dorf süd= lich der Stadt. Dessen Kommandeur, einUntersturmführer der Waffen=SS/ zeigte ihm, wie man ein Gewehr abschieBt, und wies ihn dann mit zwanzig anderen Hitlerjungen in einen leeren Gasthof, wo Ralf Meisner, dreizehneinhalb Jahre alt, sich auf etwas Stroh hockte mit dem Vorsatz, Deutschland zu retten.Das Zimmer war hoch und kahl und barg noch den Geruch der Verwundeten, die bis gestern hier gelegen hatten. Die Jungen breiteten ihre Wolldecken auf den Boden, lachten gezwungen, kramten in ihren Bündeln und horchten dabei auf das Klirren und Dröhnen ringsum, auf die Abschüsse, die unregelmáSig, bald nahe, bald entfernt, bald einzeln, bald in Ketten knallten. Der Hunger, seit Jahren stándiger Gedanke, wurde nicht grof> in dieser Stunde. Ralf Meisner safi abseits, schweigend, und dachte an den Sieg der deut= schen Truppén, der, lángst erwartet, sich immer wieder verzögert hatte und jetzt schwierig erschien. Der Vater war aus Liegnitz vor den Russen geflohen, der áltere Brúder bei Innsbruck verschollen, die Schwester suchte als Flak=