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Die Entsprechung DN Kr. 6 ~ Irt. o
Die Rekonstruktionen des urostjakischon Lautsystems von Karjalainen und Steinitz stimmen darin überein, dass in beiden ausser den vollen (dehnbaren) labialen Vokalen o, ö auch 0, ö, d. h. den erwähnten zwei Lauten entsprechende nicht dehnbare (kurze oder reduzierte) Vokale zu finden sind (OL 278-81, 286-9, GOstVok. 60-9, 73-5, 85-8, 94-8). Steinitz rekonstruiert sogar auch für das Urfinnisch-ugrische die Vokale ö, ö (GFgrVok. 21-8).
Hinsichtlich der in Frage stehenden volaren Selbstlaute besteht auch kein Meinungsunterschied unter den Forschern darin, dass der Gegensatz von o und ö im Südost jakischen bis in die jüngsten Zeiten erhalten geblieben ist. Es ist tatsächlich nicht schwer, solche Wortpaare zu finden, in denen die Laute o/o die Träger des Unterschiedes der Bedeutung sind:
DN, Kr. KoP DN, Kr. KoP
^o-n 'Zar' (307b, PD 497) / xpn 'Bauch' (308b, PD 498) 'Stör' (831b, PD 2213) / sö^ 'Fell' (832a, PD 2214) usw.
Der Phonemgegensatz o/o ist in den Jurten entlang der Flüsse Demjanka und Konda (bis auf den Tsesnakovo-Dialekt, nahe der Konda-Mündung) auch m.E. sicher unanfechtbar vorhanden. Die Aufzeichnungen, die aus den Jurten am Ir-tyschufer (Ts., Kos., Fil., Sog., Sav., Sotn.) und aus T§. stammen, rechtfertigen aber die Frage, ob sich der urostjakische *o-Laut überall in den südostjakischen Mundarten erhalten oder auf dieselbe Weise weiter entwickelt hat, da eben im Zentrum der südostjakischen Mundartgebiete, am Irtyschufer, bei der Mündung der Flüsse Demjanka und Konda dem DN-Kr.-Kam. o zumeist ein o entspricht.
Um diese Behauptung zu verifizieren, sollen hier oft gebrauchte Wörter folgen, die in Karjalainens Wörterbuch mit o in ih-