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Was wir als Anfänge glauben nachweisen zu können, sind ohnehin schon ganz späte Stadien"Jacob Burckhardt (Weltgeschichtliche Betrachtungen, Einleitung)Vorwort:Grenzen paläoanthropologischer ErkenntnisDie Paläoanthropologie, die Wissenschaft von den fossilen Menschen, untersucht die Faktoren und Prozesse der Menschwerdung in ihrem räumlichen und zeitlichen historischen Zusammenhang. Weil sich aus den Ergebnissen der beteiligten Wissenschaften aber oft nur Indizien - wenn auch meist gut begründete - für die Evolution des Menschen ergeben, können in der Paläoanthropologie keine Aussagen im Sinne eines Richtig-Falsch-Schemas erwartet werden, sondern lediglich Hypothesen, die wahrscheinlicher sein können als andere.Die Paläoanthropologie arbeitet mit naturwissenschaftlichen Methoden, ist aber dem Wesen nach historisch ausgerichtet. Die einzigen harten Beweise für die Stammesgeschichte des Menschen sind fossile Überreste, die aber nur äußerst spärlich zur Verfügung stehen. Fossilien tragen außer ihrer stummen Anwesenheit nichts zu ihrer Interpretation bei. Je nachdem, wer sich wann, wo und wie daran versucht, unterscheiden sich die Resultate erheblich: Das jeweilige wissenschaftliche und kulturelle Weltbild des Rekonstrukteurs, ideologische und religiöse Parameter bestimmten und bestimmen weithin das Ergebnis.Fossilien sind tote Überreste ehemaliger Lebewesen, meist Knochen oder Zähne. Mit ihrer Interpretation beschäftigt sich die Wissenschaft der Paläontologie. Hypothesen zu historischen Vorgängen sind immer im weitesten Sinne Rekonstruktionen. Der geistige Vorgang des Rekonstruierens wird durch Vorbedingungen und Vor-Urteile geführt. Rekonstruktion ist7' I