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WIENER ZEITSCHRIFT'-?CFÜR PHILOSOPHIE . PSYCHOLOGIE . PÄDAGOGIK BAND VIII. HEFT 2 . 1965DIE STELLUNG DER TRANSZENDENTALEN ÄSTHETIK" IN DER KRITIK DER REINEN VERNUNFT" PETER HEINTEL(Zitiert wird nach der Akademie-Ausgabe Bd. 3, der die 2. Auflage enthält)Indem die Sinnlichkeit las ihr Gegebene vermöge ihrer eigentümlichen Organisation timarbeitet und gestaltet, verhält sie sich insofern auch selbst aktiv, hervorbringend, spontan." (R. Reininger, Kants Lehre vom inneren Sinn und seine Theorie der Erfahrung, Wien. 1900, S. 11)Der Mensch hat ein unimittelbares, nicht theoretisches Bewußtsein seiner selbst der entscheidende Gedanke ist, daß die Transzenidentalphilosophie die Bewegung der unmittelbaren Leib- und Welterfahrung vermittelnd begreifen muß." (F. Kaulbach, Leibbewußtsein und Welterfahrung beim frühen und späten Kant, in: Kant-Studien, 54/4, 1963, S. 489)1. Im Sinne der vorangestellten Zitate soll in der nachstehenden Arbeit über die Spontaneität" der Sinnlichkeit und die Fundierung des zentralen Gedankens der transzendentalen Synthesis in der Anschauung gesprochen werden. Hiebei ergibt sich ebenso die Distanzierung der formal- wie geltenslogischen Interpretation Kants wie auch die einer psychologischen Deutung.Nachdem die Philosophie am Kontinent in dogmatischen Schulen zu erstarren drohte und in England überhaupt daranging, sich selbst aufzulösen, war es Kant, der wieder neues Leben in sie brachte. Er hatte zunächst eingesehen, daß es fruchtlos war, epigonenhaft an dem Wölfischen System weiterzuarbeiten, er wurde durch Hume aus dem dogmatischen Schlummer" bloß verbaler Disjunktionen gerissen, um sich zunächst dem Prinzip der Erfahrung zu verschreiben. Als er aber sehen mußte, wie die empiristische Weise zu denken nicht nur nicht vor der Selbstauflösung der Philosophie haltmachte, sondern auch am besten Weg war, die Fundamente der Wissenschaft überhaupt besonders aber jene der schon gefestigten und so erfolgreichen Naturwissenschaft zu erschüttern, sah er sich gezwungen, die Prinzipien der Erfahrung zu durchdenken. Dies war die Geburtsstunde seiner Transzendentalphilosophie"; gefragt wird jetzt nicht mehr nach der Seinsweise der Gegenstände selbst, sondern nach der Erfahrung, die