Bővebb ismertető
UNGARNI. EinleitungDie ökonomische und politische Bedeutung eines Landes ist eine Funktion seiner geographischen Lage, der vorhandenen Rohstoffe, des Arbeitskräftepotentials und des Anschlusses an die Weltverkehrswege. Ungarn gehört in dieser Hinsicht zu den weniger bedeutenden Staaten Europas: Das Land nimmt nur knapp 2 v. H. der Fläche des europäischen Kontinents ein. Die Bevölkerung beläuft sich (1966) auf 10,2 Mill. Menschen, was ebenfalls nur etwa 2 v. H. der gesamteuropäischen Bevölkerung sind. Die vorhandenen Bodenschätze sind in ihrer Menge beschränkt. Sie reichen in fast allen Bereichen nicht aus, um den Bedarf der Volkswirtschaft auch nur annähernd zu decken. Klimatisch ist das Land begünstigt (gemäßigtes kontinentales Klima mit ausreichender Niederschlagsmenge) und hat daher die Möglichkeit zur Entwicklung ausgedehnter Agrarkulturen. Der Errichtung von erdgebundenen Verkehrswegen stehen keine wesentlichen Hindernisse entgegen, da der überwiegende Teil der Landesfläche aus Flachland besteht. Ein direkter Zugang zum Meer fehlt, über die Donau kann jedoch das Schwarze Meer erreicht und die Verbindung zu sieben Anliegerstaaten des Stromes hergestellt werden.Für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes und seine Eingliederung in die weltwirtschaftliche Arbeitsteilung bestehen also relativ gute geographische Gegebenheiten. Unter den drei dem Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe angehörenden Balkanstaaten ist Ungarn zwar flächenmäßig der kleinste und auch in der Zahl der Bevölkerung nimmt es nur den zweiten Platz ein, in der wirtschaftlichen Entwicklung jedoch steht es an erster Stelle. Der Ubergang vom Agrarstaat zum modernen Industriestaat konnte in diesem Land bisher am weitesten vollzogen werden. Da die Möglichkeiten der Einbeziehung eines Staates in die internationale Arbeitsteilung mit dem Grad seiner Industrialisierung zunehmen und sich bekanntlich der Handel zwischen7