Bővebb ismertető
EINLEITUNGDie Tatsache, daß der Marxismus seinem Ende entgegengeht, kommt in dem Umstand zum Ausdruck, daß er nur noch in jenen Ländern als eine Lösung für soziale Probleme in Erwägung gezogen wird, in denen die Marxisten nicht an der Macht sind. Wie in den totalitären Staaten des Ostblocks jeder sehen kann, ist dort der Marxismus ein soziales Problem. Dieses Schicksal ist in der Ideologie selbst vorgezeichnet, die ja eine dialektische Veränderung der Gesellschaft verlangt: Wenn der Marxismus sich einmal etabliert hat, muß er diese Veränderung unterdrücken, da er sonst die Macht verlieren würde. Der geistige und körperliche Terror in den Sowjetrepubliken ist sozusagen im Marxismus programmiert. Der Marxismus fordert die Diktatur des Proletariats, was Freiheit ausschließt; marxistische Veränderung - welche ja Freiheit voraussetzt - in einem marxistischen Staat ist ein Widerspruch in sich selbst. Josef Stalin war daher gezwungen, jenen Marxisten, der diesen Widerspruch als sogenannte permanente Revolution in die Tat umsetzen wollte - Lew Trotzkij - ermorden zu lassen. Die Grundlage, besser gesagt der sandige Boden, auf den die Marxisten ihre Ideologie gebaut haben und immer noch bauen, ist der naturwissenschaftliche Materialismus, dieser gemeinsame Nährvater für den dialektischen Materialismus (Diamat) der Marxisten und den kapitalistischen Materialismus (Kapimat?) der westlichen Technokraten. Allerdings ist der dialektische Materialismus durch den Marxismus eine politisch wirksame Ideologie geworden, sozusagen als theoretische Rechtfertigung einer totalitären Machtpolitik. Im vorliegenden Buch geht es darum, die Unhaltbarkeit des Fundaments der Ideologie, also des naturwissenschaftlichen Materialismus, aufzuzeigen. Auf eine Diskussion der Feinstrukturen und der verschiedenen Spielarten des Marxismus wird bewußt verzichtet, weil ein Gebäude nicht mehr wert sein kann als sein Fundament. Es geht hier also um die erkenntnistheoretischen Grundlagen der Ideologie, welche die Theoretiker des Marxismus aus begreiflichen Gründen nicht gerne zur Kenntnis nehmen. Um die Kritik einem breiten Publikum zugänglich zu machen, wird sie - unter strenger Wahrung der Wissenschaftlichkeit - mit allgemeinverständlichen Mitteln dargestellt. Strenge Wissenschaft kommt oftmals nicht umhin, schwer verständlich zu sein, woraus aber nicht geschlossen werden darf, daß alles, was schwer verständlich ist, strenge Wissenschaft sei. Die nachfolgenden Be-7