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Entstehungszeit und Quellenwert der Vita LebuiniVonHeinz LöweDie Nachrichten der Vita Lebuini über die Sachsenmission des Angelsachsen Liafwin latinisiert Lebuinx) und über die sächsische Stammesverfassung des 8. Jahrhunderts sind neuerdings wieder Gegenstand der wissenschaftlichen Diskussion geworden. Zweifel an ihrer Glaubwürdigkeit waren verständlich, solange die Vita nur in der Form bekannt war, die ihr Hucbald von St. Amand2) zwischen 918 und 930 gegeben hatte3). Doch schienen sie behoben zu sein, seit der Holländer M. J. A. Moltzer4) 1909 Hucbalds Vorlage, die Vita Lebuini antiqua, herausgegeben hatte; Adolf Hofmeister, der die Vita in den MGH. neu herausgab und die mit ihr zusammenhängenden Fragen kritisch untersuchte5), und Martin Lintzel, der in der Datierung freilich von ihm1)Zur Namensform vgl. gegen R. Drögereit, Werden und der Heliand (1951) S. 63: W. Foerste, Jb. d. Ver. f. niederdt. Sprachforschung 75 (1952) 145.2)Migne, PL. 132, 877894 (nach Surius); die Ausg. von Pertz, MG. SS. 2, 360364, ist unvollständig; L. van der Essen,, Hucbald de St. Amand (c. 840930) et sa place dans le mouvement hagiographique medieval, Rev. d'Hist. Eccl. 19 (1923) 333351, 522552; J. H. Baxter, Notes in Hucbaldus, ALMA. 4 (1928) 118.3)Vgl. etwa W. Kentzler, Über die Glaubwürdigkeit der Vita Lebuini und der Volksversammlung der Sachsen zu Markloh, Forsch, z. dt. Gesch. 6 (1866) 343354; dagegen S. Abel, ebd. 355 f.; M. Manitius, Gesch. d. lat. Lit. des MA. 1 (1911, Neudruck 1965) 592; A. Hauck, Kirchengesch. Deutschlands 25 (1935) 359361.4)M. J. A. Moltzer, De oudste levensbeschrijving van Lebuinus, Neder-landsch Arch. voor Kerkgeschiedenis N. S. 6 (1909) 221235; dazu A. Pon-celet, Anal. Boll. 28 (1909) 328; W. Levis on, NA. 37 (1912) 286289.5)MG. SS. 30/2, 789795; dazu A. Hofmeister, Über die älteste Vita Lebuini und die Stammesverfassung der Sachsen, in: Geschichtliche Studien A. Hauck dargebracht (1916) S. 85107; d e r s., Die Jahresversammlung der alten Sachsen zu Marklo, HZ. 118 (1917) 189221.23 Deutsches Archiv XXI