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Über den Flughafen im Bilde
Nach vielen Blindgängern -ein Volltreffer
Offizielle Bezeichnung: Flughafen Zürich Lage: 9 Kilometer nördlich der Stadt Zürich Höhe: 432 m ü.M.
Flughafenhalter: Kanton Zürich (Direktion der öffentlichen Bauten; Flughafendirektion und Flughafenverwaltung: Amt für Luftverkehr) Pistensystem: zwei sich kreuzende Hauptpisten, beide 60 Meter breit
a) Instrumentenanflugpiste 16/34 (sogenannte Blindlandepiste) 3700 Meter lang
b) Piste 10/28 (Westpiste) 2500 Meter lang Offizielle Abkürzungen für den Flughafen: ZRH und LSZZ
Verkehrsergebnisse 1972
Bewegungen (Landungen und Starte) Passagiere Fracht in Tonnen Post in Tonnen
im Jahr 128 875
5 573 070 104 018 6 195
Der Flughafen Zürich ist nach Paris, Frankfurt und Amsterdam der bedeutendste Flughafen Mitteleuropas. Im Linienverkehr wird er von rund 40, im Charter- und Sonderverkehr von annähernd 80 Gesellschaften angeflogen. Dank dem Linienverkehr ist Zürich zurzeit regelmäßig und direkt mit 120 Städten in nahezu 80 Ländern auf allen bewohnten Kontinenten verbunden.
Im Flughafen Zürich finden 12 000 Menschen ihr Einkommen. Diese Zahl entspricht beinahe der gesamten Bevölkerung des Kantons Appenzell Innerrhoden. Und diese Arbeitnehmer ernähren weitere Menschen. Der Flughafen Zürich ist vergleichbar einer Stadt, in der sich viele Welten widerspiegeln.
Auf dem Gelände, wo 1948 der Flughafen Zürich eröffnet werden konnte, wurde früher geschossen, und zwar scharf: Fast alles Land gehörte nämlich zum Artilleriewaffenplatz Kloten-Bülach. Lärm gab es also in diesem Gebiet schon früher. Nach harten Verhandlungen, die sich über zwei Jahre erstreckten, fand sich der Bund bereit, das Waffenplatzgelände abzutreten. Nun erhielt der Kanton gleich so viel Land, daß er um eine spätere Erweiterung des Flughafens nicht zu bangen brauchte. Schien der Preis damals hoch, so hat er sich in der Folge zweifellos bezahlt gemacht. Zürichs erster Flugplatz hieß Dübendorf-Wangen. In dessen Benutzung teilten sich die Zivilluftfahrt und das Militär bis 1948. Das Stichjahr X war also 1948. Wie reifte das Projekt Kloten, und wie wurde es verwirklicht?
Geschichtlicher «Countdown» X-5
(1943) Eine vom Zürcher Regierungsrat eingesetzte Kommission prüft die Möglichkeiten für den Bau eines Großflughafens und kommt zum Schluß, daß Dübendorf dafür nicht geeignet ist. Die Wahl fällt auf die Ebene zwischen Kloten und Rümlang im untern Glattal. Das erste Projekt (von vielen) trägt noch das Datum desselben Jahres (1943).
X-3
(1945) Der Bund erkürt Zürich zum interkontinentalen Flughafen des Landes (Genf-Coin-trin wurde dieselbe Aufwertung erst später zuteil).