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Freunde sagten mir 1977: Komm doch mal nach hidien. Schau dir das mal an." Und dann saßen auf einmal 500 Leprakranke vor mir, denen es nicht so gut ging, wie es ihnen heute geht. Sie saßen da mit entstellten Gesichtern, mit Gliedmaßen ohne Hände, Finger, Füße, zum Teil blind, schrecklich anzusehen! Man hätte weglaufen wollen.Da erinnerte ich mich daran, dass Jesus Christus diese Kranken angerührt hat. Er hat sie geheilt, indem er die Ausgestoßenen der Welt anrührte. Er hat sie geliebt. Und da habe ich gemerkt, dass man nicht über die Botschaft der Bibel sprechen kann ohne innere Anteilnahme, ohne innere Bewegung, ohne dass sich die Eingeweide in einem umdrehen". (So steht es in der Bibel, wenn Jesus sich erbarmte.)Diese Kranken sind in einer doppelt bedauernswerten Situation: Sie sind ausgestoßen von der Gesellschaft, in der sie leben, weil diese annimmt, dass sie mit dem Fluch der Götter belastet sind. Und sie selbst sehen ihre Krankheit als Fluch, als ihr Geschick, ihr Karma, weil sie meinen, in einem früheren Leben gesündigt zu haben.Natürlich sind sie nach christlichem Verständnis Sünder, wie wir alle. Als Christ aber weiß ich: Jesus heilt dich, fasst dich an, liebt dich. Er hat sein Leben für dich gegeben, für deine Sünden ist bezahlt. Das Karma, das Schicksal ist für dich aufge-hoben. Für dich gilt Gottes Liebe, Gottes Errettung. Deshalb tun wir in Indien und Tansania das, wozu Jesus die Jünger aufforderte: Predigt das Evangelium, heilt die Kranken." (Das steht in der Bibel im Lukasevangelium, Kapitel 10, Vers 9.)Heimat für Heimatlose Und dann haben wir angefangen, diesen Aussätzigen, den Heimatlosen, eine Heimat zu geben. Das war der Beginn von wortundtat. Es wurden Dörfer eingerichtet, in denen sie leben und arbeiten können. Nicht Betteln ist die Würde des Menschen, sondern arbeiten. Der Dienst an den Leprakranken ist rasch ziemlich groß geworden. Er wurde eingebunden in das Lepra-Ausrottungsprogramm der indischen Regierung. Wir machten die ersten Feldstudien mit neuen Medikamenten, mit denen man die Krankheit heute ausrotten kann.Parallel dazu hat wortundtat Gemeinden gegründet. Bei meinen Besuchen erlebe ich es Jahr für Jahr, dass sich Hunderte von Menschen zu Gott bekehren, sich taufen lassen und so erfahren, dass ihr Leben neu wird.Dann werden Tausende von Kindern in Schulen und in Wohnheimen versorgt. Einige Schulen bieten auch Berufsausbildung an, denn die Kinder und Jugendlichen sollen in ihren Heimatdörfern ihren Unterhalt finden. Das können sie durch