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1868
am 6. August kommt Paul-Louis-Charles-Marie Claudel in Ville-neuve-sur-Fere-en-Tardenois, im Département Aisne zur Welt. Der Vater Louis-Prosper Claudel ist, nach deutsdben Begriffen, Grundbudi-beamter, die Mutter Louise ist die Tochter eines Arztes. 1873—1876
siedelt die Familie über nach Bar-le-Duc. Paul Claudel erhält seinen ersten Schulunterricht bei den Schwestern von der Christlichen Lehre, dann auf dem dortigen Lycée, wo Raymond Poincaré sein Mitschüler ist. 1876—1879
Übersiedlung nach Nogent-sur-Seine, wo er einen ausgezeichneten Pri-vatunterridit bei einem ehemaligen Journalisten, Mr. Colin, erhält, zusammen mit seinen beiden Schwestern Camille und Louise. 1879—1881
besucht er das Städtische College in Wassy-sur-Blaise, in diesen Jahren entdedkt er für sich Shakespeare. 1882
Die Familie läßt sich in Paris nieder, wohin es die Schwester Camille drängt. Sie hat eine bildhauerische Begabung in sich entdeckt und wird Schülerin von Auguste Rodin. Der Dichter besucht dort das Lycée Louis-le-Grand, wo unter andern Romain Rolland einer seiner Mitschüler ist. Preisverteilung im Lycée-Louis-le-Grand durch Ernest Renan (Verfasser des «Leben Jesu»), der dabei äußert: «Idi mache mir keine Illusionen: wer weiß, ob nicht einer unter euch ist, der eines Tages sagen wird: Renan, dieser Brunnenvergifter, und dergleichen mehr.» 1883
Claudel verfaßt sein erstes Dramulett Die Schlummernde. 1885
Tod und apotheosenhafte Beisetzungszeremonie für Victor Hugo.