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Günther KlotzLiteratur kapitalistischer Länder im revolutionären Weltprozeß,Eine EinleitungDer Roman, der totgesagte, lebt fröhlich und ernst weiter, bringt neue Formen hervor und mischt sich ins außerliterarische Leben stärker ein als je zuvor, gerade auch im Westen", wie die hochentwickelten kapitalistischen Länder oft kurz genannt werden. In unseren Buchhandlungen, in Kinos und im Fernsehen hat der Roman des westlichen Auslands seit langem einen festen Platz. Er besitzt einen ansehnlichen Kreis von speziellen Liebhabern, die vornehmlich bei Neuerscheinungen seit den fünfziger Jahren auch Liebhaberanstrengungen unternahmen, in ihren Besitz zu gelangen. Durch Romane und Filme erfahren wir mehr vom Leben und von den Nöten und Hoffnungen der Menschen als aus den Nachrichten über diese Länder, und so gehören sie dazu, wenn wir versuchen, unser Bild der Welt abzurunden. Das Erregende an den Romanen jedoch ist, daß sie nicht nur Chroniken oder Sittengemälde sind, sondern phantasievoll gestaltete Haltungen zu dem geschilderten Leben, Meinungs- und Willensäußerungen, Einsichten und Absichten, sehend machende, erschütternde Lesarten dessen, was alle sehen - oder es sind blind machende oder Einsichten zuschüttende, je nachdem, wie ihre Schöpfer zu den Lebensfragen der Menschen stehen.Angesichts der gegenwärtigen politischen, militärischen und ideologischen Auseinandersetzungen auf der Welt rücken in den hochentwickelten kapitalistischen Ländern immer mehr Menschen vom Imperialismus und Neokolonialismus ab. Die Sorge um ihre Existenz, um den Bestand der Völker und um ein menschenwürdiges Leben hat ihr latentes Unbehagen vertieft und sie zur Abkehr von der kapitalistischen Gesellschaft geführt. Obwohl viele dieser Enttäuschten dem Sozialismus fernstehen, sind sie alle doch potentielle Verbündete der Arbeiterklasse dieser Länder im Kampf um gesellschaftliche Veränderungen. Während große Teile der Arbeiterklasse um eine grundlegende Veränderung der kapitalistischen Welt ringen, ist