Bővebb ismertető
I. Rückblick.I. Wissenschaftliche Beschäftigung mit Volk und Volkstum in Europa wie immer auch die Theorie solche Beschäftigung nannte oder nicht nannte wird jetzt im allgemeinen als eine moderne Errungenschaft der ersten Jahrzehnte des 19. Jh.s angesehen.Allerdings gibt man zu, daß ausnahmsweise" auf dem Gebiet der beschreibenden" Völkerkunde sogar schon im Altertum einiges geleistet wurde trotz höchst bedauernswerter Gleichgültigkeit" im allgemeinen. Denkmäler des babylonischen und ägyptischen Kulturkreises, die biblische Tradition (Gen. 10), dann Herodot, Ktesias, Hippokrates, Aristoteles, Strabo, später Leo und auch römische Historiker und Geographen (Caesar, Tacitus, Plinius, Vitruvius) werden angeführt. Doch dieses ethnographische Interesse des Altertums soll nicht Selbstzweck, es soll egozentrisch, also eigentlich nur eine nichtwissenschaftliche Vorbereitung gewesen sein, wie man auch hier mit größerem Recht die ersten Jahrhunderte des Mittelalters, trotz der Kreuzzüge und der Reiseberichte eines Plano de Carpini, Marco Polo usw., dann auch die Zeiten von Diaz und Vasco da Gama bis Columbus, Cortez und Pizarro (15. u. 16. Jh.) nicht als eigentlich Völker erkennende oder erkennen wollende anzusehen pflegt. Völker kennen lernen, scheint nicht unbedingt auch ein Erkennen-WoUen oder gar ein Verstehen-Können, d. h. eine völkerkundliche Wissenschaft bedeuten zu müssen.Als den Anfang einer selbständigen Volkswissenschaft hat man, namentlich früher, die Periode der jüngeren Entdeckungen (von J. Fr. Lafiteau biszu J. Cook) und der romantisch-idealisierenden philosophischen Ideen von Voltaire und Rousseau bis zu Herder, Schiller, Kant (d. h. von der ersten Hälfte des 18. bis zu der des 19. Jh.s), also die Periode der neuen kosmopolitischen Orientierung auf den Trümmern der alten zusammen-^gebrochenen europäischen Gesellschaftsverhältnisse, angesehen i). Heute') So u.a. auch S. v. Bátky: Útmutató néprajzi múzeumok szervezésére (Wegweiser für die Einrichtung volkskundlicher Museen). 1906, 2f.