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Das Wort an die Leser / Gedenktage 1983
Liebe Mitbrüder!
Als ich mir gerade überlegte, was ich Ihnen zum Beginn des neuen Jahrgangs SB meines vierunddreißigsten! - im „Wort an die Leser" schreiben könnte, fiel mir eine Liste in die Hand, auf der die wichtigsten Gedenktage des Jahres 1983 vermerkt sind. Auf einige dieser Daten möchte ich Sie hinweisen, da ich meine, daß solche Ereignisse auch der Seelsorge aktuelle Anstöße vermitteln können. Ein Datum ragt aus allen anderen heraus: Am 12. September 1683, also vor 300 Jahren, wurde Wien von der Belagerung durch die Türken befreit und das Abendland vor dem Ansturm des Islam gerettet. Vor allem war diese Rettung der Hilfe der polnischen Streitkräfte unter König Sobieski zu verdanken, während die „katholische Majestät" König Ludwig XIV. von Frankreich mit den Türken verbündet war! Der selige Papst Innozenz XI. hatte die Christenheit aufgerufen, Maria für die Rettung des christlichen Abendlandes anzuflehen. Da der Papst letztlich den Sieg der „Hilfe der Christen" zuschrieb, führte er das Fest,Maria Namen' für die ganze Kirche ein, so wie nach dem Sieg am 7. Oktober 1571 bei Lepanto durch Papst Pius V. das Rosenkranzfest eingeführt worden war. Für den 12. September 1983 schlage ich also vor:
Wir feiern am Abend ein festliches Hochamt „für das christliche Abendland". Wir weihen dabei unsere Gemeinde und Europa jener Frau, die sich zu allen Zeiten als die „Hilfe der Christen" erwiesen hat. Im Blick auf die vor Wien geleistete Hilfe durch die Polen wird die Kollekte für Pakete nach Polen verwendet und die Gemeinde ermutigt, in der Hilfe und im Gebet für unser polnisches Brudervolk nicht müde zu werden. Sollte bei diesem Hochamt gar eine echte Wiener Messe von Haydn oder Mozart erklingen, wäre das eine geradezu klassische Feier im Zeichen unserer Verantwortung für ein im Frieden Christi geeintes Europa. In Gemeinden mit Fremdenverkehr könnte man zu dieser Feier besonders die Gäste einladen und ihnen am Ende der Saison einen besonderen Dank sagen. Als weitere Anregungen könnte ich mir denken:
- wir sind dankbar, daß wenigstens im deutschsprachigen Raum der Gedenktag „Maria Namen" erhalten blieb, und wundern uns darüber, daß dieseij^efeerrewertejag - „der Name der Jungfrau war Maria" - in der Weltkirche abges^hffi^^Äfijia^ar mit der sonderbaren Begründung, daß man ohnehin am 8.
gefeiert habe, während wir uns darum abmühen, auch ?jk NamiiAswge wieigj^u^nxen zu bringen. /*» !ffiB^v ® Om
— wir danken den bayerischen und österreichischen Rumranl^ri^W^^^ücäich, daß
sie ihre Hörer jeden Morgen auch an die Namenstag! ^d^rruHi^MFH^gÄwer
Kirche erinnern. s /
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Ich glaube, liebe Mitbrüder, daß es schade wäre, wir 'ein^'^ichen
Gedenktag vergäßen, der uns so sehr in jene Gemeint fistlichen
Europas bindet, die heute so gefährdet ist.