Bővebb ismertető
Liebe Mitarbeiter im pastoralen Dienst! Von Ehrenfried Schulz habe ich die Hauptschriftleitung des PuK für zwei Jahre übernommen. Ihm sei für seine umsichtige Redaktionsarbeit gedankt, die durch viele positive Rückmeldungen bestátigt wurde. Als neuer Hauptschriftleiter darf ich mich Ihnen kurz vorstellen, obwohl ich schon seit vielen Jahren im PuK mitarbeite. Ich bin seit vorigem Herbst Professor für Pastoraltheologie an der Theologischen Fakultát Luzern. Zuvor habe ich ein Jahr das Exerzitien- und Bildungshaus Schlofl Hirschberg im Altmühltal geleitet, und davor war ich sechzehn Jahre Regens des Priesterseminars Eichstatt. Mit Homiletik bescháftige ich mich praktisch und theoretisch seit meiner Ausbildung am Institut für Katechetik und Homiletik in München. Auch meine jetzige Aufgabe sieht dieses Fach als Schwerpunkt vor. Wir Predíger müssen immer wieder neu darüber nachdenken, was wir leisten sollen. Manche haltén ja das Predigen nicht eigentlich für ein theologisches Tun. In der Predigt, so sagen sie, ginge es nur um die Anwendung der Theologie. Wáhrend die Theologie die Wahrheiten je neu formuliere, habe die Predigt diese vereinfacht den Leuten nahezubringen und ihnen zu zeigen, welche Wirkung sie für das Leben habén. Wenn das so wáre, dann hátte Gott es falsch gemacht mit seiner Heilsgeschichte; denn dann hátte er doch nur einen Lehrer schicken brauchen, der ein für allemal sagt, was er uns mitzuteilen hat und was das für die Menschen bedeutet. Es hátte genügt, wenn Gott ein einziges Buch hátte schreiben lassen, in dem alles steht. Gott aber hat es nicht so gemacht. Er ist einen komplizierten Weg mit seinem Volk durch die Geschichte gegangen. Dann hat er seinen Sohn gesandt. Und der hat ein Menschenleben durchgestanden. Und von ihm ist Vieles und Verschiedenartiges berichtet. Mühsam mufite sich die Kirche von Anfang an zusammensuchen, was er denn tatsáchlich gelehrt hat und wie sich seine Lehre jeweils in den verschiedenen Situationen auswirkt. Ja, da gibt es verschiedene Berichte über ihn - vier Evangelien habén wir, und daneben gibt es im Laufe der Kirchengeschichte noch viele theologische Versuche, alle katholisch, die die Vielschichtigkeit der Geheimnisse zu deuten und ins Leben einzubinden suchen. Und wenn auch mit dem Tod der Apostel die Offenbarung abgeschlossen ist, hat die Wirkung dieser Offenbarung in die jeweilige neue Zeit hinein ihre je eigene Geschichte und damit ihre je neuen Aussagen.