Bővebb ismertető
Zum Thema: Primizfeier
Eine Skizze
Franz-Josef Steinmetz, Frankfurt
Beginnen wir mit der einfachen und doch nicht alltáglichen Frage, wie es zu verstehen sei, daB ein relatív junger Mann so sehr in den Mittelpunkt gerückt wird, wie das an einem Primiztag der Fali ist. Gibt es dafür eine Erklárung?
Wir sind es gewohnt, daB Menschen gefeiert werden, die schon etwas Be-sonderes geleistet oder sich um eine Gemeinschaft verdient gemacht habén. So etwas ist kaum verwunderlich. Würde unser Primiziant wie ein musikalisches Wunderkind erscheinen und sein erstes Konzert geben, auch dann wáre der Menschenauflauf nicht weiter rátselhaft. Wenn jemand auftritt, der es ver-steht, die Leute für neue politische Programme zu begeistern: es wáre ebenfalls zu erwarten, daB die Menschen neugierig zusammenströmen. Wenn aber ein so junger Mann seine erste heilige Messe feiert, d. h. die Eucharistiefeier einer Gemeinde leitet, alsó dabei den Vorsitz hat, dann fragt sich wohl jeder: Ist das eigentlich zu verantworten? Sollten nicht doch besser nur verdiente, erfahrene Menschen den Vorsitz bei der Eucharistie habén?
Nun, wir wollen und dürfen nicht übertreiben - wie man das in früheren Zeiten vielleicht getan hat -, als ob nicht viele andere Aufgaben und Berufsanfán-ger es ebenso verdient hátten, daB man ihnen gratuliert, daB man ihnen gerade zu Beginn ihrer Laufbahn Mut macht usw. Aller Anfang ist schwer, nicht bloB der Beginn des priesterlichen Dienstes. Aber positiv ist dann doch zu sagen, daB das Priesteramt gewiB nicht weniger schwer ist als alle anderen Berufe, die sich zeitlebens um den Menschen als solchen kümmern. Man denke nur an die verwickelten Schicksalswege der einzelnen, aber auch an die zahllosen Pro-bleme menschlichen Zusammenlebens, denen sich ein Priester aufgrund seiner Beauftragung widmen muB. Wenn sich jemand im vollen BewuBtsein dieser Schwierigkeiten dazu bereit erklárt, dann hat er Anerkennung verdient. Daran kann doch kein Zweifel sein.
Freilich, der Primiziant ist jung, und man muB sich fragen, ob die Last, die man ihm aufgebürdet hat, nicht zu schwer ist. Ist sie nicht für jeden zu schwer? Ist es überhaupt eine Aufgabe, die durch persönliche menschliche Kraft zu be-wáltigen ist und nicht vielmehr alléin durch Hoffnung auf Gottes Kraft, der auch in den Schwachen machtig sein kann (2 Kor 12,9)? Und ist nicht dies schon eine Erklárung dafür, daB die Kirche es wagt, auch junge Mánner zu weihen? Ein paar Jahre früher oder spáter, was soll's? Das Amt ist für jeden zu groB und zu schwer. Nicht zuletzt deshalb heiBt es schon im ersten Brief an Ti-