Bővebb ismertető
wrer sich mit Thailand befaßt, sollte sich mit zwei Begriffen vertraut machen: mai pen arai und sanuk. Wer sie nicht begreift, dem bleibt Thailand verschlossen. „Das macht nichts" und „Spaß" - die wörtlichen Übersetzungen reichen nicht hin. Thailand - ein Land des Lächelns mit Fragezeichen. Das Land der Freien - wie lange noch? Hinter bedrohten Grenzen lebt ein auf 44 Millionen Menschen angewachsenes Volk im Spannungsfeld zwischen westlicher Zivilisation und archaischer Ursprünglichkeit. Auf dem gelben Wasser des Maenam Chao Phraya dümpeln schwerfällige Hausboote wie vor Jahrhunderten; soll ein Haus gebaut werden, müssen erst die Geister befriedet sein; die Bergstämme des Nordens sind der Steinzeit noch nicht entwachsen. Dennoch, das zwanzigste Jahrhundert hat auch Thailand eingeholt, und schon schicken sich Statistiker an, es in die Liste der Entwicklungsländer mit Wirtschaftswunder einzurücken. An Militanz nach außen oder innen fehlt es gewiß nicht. Das beweist nicht zuletzt die Folge der coups d'état, mit denen sich die Regierungen hier ablösen.
Noch leben unzählige Thai in Holzhütten an den Klongs, auf denen die schwimmenden Märkte den Heerscharen knipsender Touristen standhalten. Sanuk: Auch aus den agressiven Kämpfen der Thai-Boxer zieht man seinen „Spaß", gebannt folgt man der grausamen Dämonensage auf der Bühne oder dem blutrünstigen Shocker auf der Leinwand, und wenn ein weißer Elefant gesichtet wird, so meldet man das dem König.
Mai pen arai: Wenn auch vieles hier sich überlebte -das gelassene Hinnehmen wird ein Schlüssel zu Thailands Wesen bleiben.