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Alfonso Canales - Merian 2/1966 [antikvár]
 
Invasionen, InvasionenVon Julio Caro BarojaDas Meer ist für furchtsame Menschen immer ein Schrecken und für kämpferische Naturen immer ein lockendes Abenteuer. Horaz, groß als Dichter, aber ängstlich dem Leben gegenüber, erschauerte vor der Aussicht auf eine Mittelmeerreise und warnte den imternehmungslustigen Reisenden vor natürlichen und übernatürlichen Schrecken aller Art. Das Meer ist Verbindung oder unüberwindliche Trennung, je nach Temperament. Manche Völker verdanken dem Meer alles imd wenden sidi dennoch von ihm ab. So war...
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Invasionen, InvasionenVon Julio Caro BarojaDas Meer ist für furchtsame Menschen immer ein Schrecken und für kämpferische Naturen immer ein lockendes Abenteuer. Horaz, groß als Dichter, aber ängstlich dem Leben gegenüber, erschauerte vor der Aussicht auf eine Mittelmeerreise und warnte den imternehmungslustigen Reisenden vor natürlichen und übernatürlichen Schrecken aller Art. Das Meer ist Verbindung oder unüberwindliche Trennung, je nach Temperament. Manche Völker verdanken dem Meer alles imd wenden sidi dennoch von ihm ab. So war es bis vor kurzem auch an der Costa del Sol. Ärmliche Fisdierkaten, Signaltünne, hier und da ein Haus mit ganz wenigen Fenstern; das war alles, was der Reisende zwischen den Ortschaften an der Küste antraf. Die Häfen, die Villen und die Dörfer blickten meist in das Landesinnere:Hinter den naturgeschaffenen Wällen mißtrauten sie allem, was am blauen Horizont des Meeres auftauchte. Mauern, Türme, antike Befestigungen bewachen das Meer. Verständlich, sollen doch noch gegen Ende des 19. Jahrhunderts einzelne Orte der Provinz Almeria von Piraten aus dem Berberland heimgesuciit worden sein. Schließlich war ja auch 1630 die französische Intervention in Algerien durch das Piratenwesen bedingt. Und während der Morisken-aufstände in Granada imd Málaga fürchtete Philipp IL nichts so sehr wie den Angriff der türkischen Flotte, des Türken", wie es damals hieß. Diese Gefahren des Meeres sind verschwunden und mit ihnen die Mythen, die daraus entstanden, und die Ursachen, die den Menschen in das große Abenteuer der Seefahrt trieben. Das Mittelmeer, Meer der trügerischen Sirenen, Meer der listenreichen Seefahrer, ist zum Zentrum derLebens-< Alltag an der Sonnenküste: Heimkehr vom Fangfreude, physischer Verführung geworden; Es war eine lange und mühselige Entwicklung Auch heute kommen an seine Küsten und Strände Menschen aus aller Herren Ländern wie vor tausend, zweitausend, dreitausend Jahren. Nur, was sie damals hierher führte, ist doch recht verschieden von dem, was die heutigen Invasoren" hier suchen Ein Erzschürfer der Bronzezeit und ein nordischer Tourist in Torremolinos, ein phönizischer Händler und eine Strandschönheit von heute haben wenig gemeinsam; mehr Ähnlichkeit haben vielleicht die Gründer von Salzfischfabriken zu Caesars Zeiten und die Unternehmer, die heute mit zweifelhaften Resultaten die verschiedenartigsten Industrien aufbauen.Vor dem Jahre 1101 v. Chr. erreichten die Phönizier den westlichen Zipfel des Mittelmeeres und gründeten eine Faktorei für den Handel mit den Bewohnern des Landes. Erze, vor allem Kupfer und Zinn, waren die Hauptobjekte dieses Handels, der wahrscheinlich noch älteren Ursprungs ist. Tatsächlich scheinen audi hier die Prähistoriker und Archäologen mit ihrer Devise ex Oriente lux recht zu haben, beweisen doch ihre Funde, daß es schon vor dem 11. vorciiristlichen Jahrhundert Kontakte über das Meer mit dem Orient gegeben haben muß. Später, gegen Ende des 8. Jahrhunderts V. Chr., stießen die Griechen nach Westen vor. Man beachte das Zusammenfallen dieses Datums mit der Entstehungszeit des zweiten der großen Homerischen Epen, der Odyssee.Später später geriet der Süden Iberiens, die heutige Costa dei Sol, unter die Hegemonie der Punier, der Phönizier von Karthago". Dieses Volk von Händlern, Seefahrern und Soldaten wußte die Punkte seiner am

Termékadatok

Cím: Merian 2/1966 [antikvár]
Szerző: Alfonso Canales , Conrad Streit Edgar Neville
Kiadó: Carl Zeiss
Kötés: Félvászon
Méret: 190 mm x 270 mm
Alfonso Canales művei
Conrad Streit művei
Edgar Neville művei
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