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BEFESTIGUNGEN UND KULTANLAGEN DES MITTELNEOLITHIKUMS IN NIEDERÖSTERREICH AM BEISPIEL VON FALKENSTEIN-"SCHANZBODEN"
UND FRIEBRITZ.
Johannes-Wolfgang Neugebauer, Wien
DFalkenstein-" Schanzboden" (Taf. 1)
a) Topographie:
Zwischen Poysdorf und Falkenstein liegen im sog. Falkensteiner Bergland ausgedehnte Waldungen, die zur Herrschaft Poysbrunn gehören. Inmitten dieses riesigen Forstgebietes befinden sich 4,5 km nordwestlich der Pfarrkirche der Stadt Poysdorf und 3,5 km südwestlich von Schloß Poysbrunn bereits knapp in der Katastralgem.Falkenstein die Befestigungsanlagen des Schanzbodens. Die gegen Nordosten, Osten und Süden natürlich steil abfallende Kuppe eines Ausläufers des 420 m hohen Heidberges wird von einem dem Gelände angepaßten und noch heute gut sichtbaren Wall- und Grabenoval eingeschlossen. Die Befestigungen sind sowohl von Poysdorf wie auch von Poysbrunn aus über Güter-und Waldwege gut erreichbar, wobei aber innerhalb der Waldungen ein allgemeines Fahrverbot gilt.
b) Forschungsgeschichte:
Die Befestigungen wurden in den Zwanzigerjähren unseres Jhts. vom Poysdorfer Heimatforscher K. HEINRICH aufgespürt und auch angegraben. Die dabei getätigten Funde wurden sowohl von H. MITSCHA-MÄRHEIM,wie auch von E.BENINGER als jungsteinzeitlich erkannt. Die damals gültige Lehrmeinung 0. MENGHIN's leugnete jedoch Befestigungen für diese Frühzeit.
Der Privatinitiative des Poysdorfer Geschäftsmannes F. PARISCH ist es zu danken, daß in der Zeit zwischen 1975 und 1980 vom Bundesdenkmalamt, Abteilung für Bodendenkmale,systematische Ausgrabungen durchgeführt werden konnten.Neben einer Gesamtvermessung des Geländes wurden 40 Suchschnitte mit 1426m Gesamtlänge und 81 Quadranten von durchschnittlich 3 x 3 m Größe angelegt (Chr. u. J.-W. NEUGEBAUER 1974-1980).
c) Beschreibung auf der Basis der Grabungsergebnisse:
Das ursprüngliche Grabungsziel war die Klärung des historischen Alters jenes heute noch gut im Gelände erhaltenen Ovals von 165 x 120 m (Plateau, Innengraben, Außenwall). Jedoch schon 1976 wurde ein teilweise dreifach bewehrter Vorgängerbau von 400 m Durchmesser und etwa 12 ha Innenfläche entdeckt.
Der Grundriß dieser kaum mehr erahnbaren Wallburg entsprach einem abgerundeten Viereck, an dessen Südostseite, dem