Bővebb ismertető
I. Einleiturig 1. Neurosekretorische Zellen AuBer Ganglienzellen, die ausschlieBlich im Dienste derErregungsleitung stehen, kennen wir nervöse Elemente, die sekretorisch tatig sind und hormonaleLeistungen vollbringen. So werden die Metamorphose, der Farbwechsel, die Háutung und andere Prozesse bei Wirbellosen von neurosekretorischen Ganglienzellen gesteuert, die in ihrem Cytoplasma granuláre Produkte ausarbeiten. In der Reihe der Wirbeltiere einschlieBlich des Menschen findet man groBe Gruppén neurosekretorischer Zellen besonders im Zwischenhirn. Das im Perikaryon dieser Elemente gebildete körnige oder tropfige Neurosekret kann - offenbar durch Cytoplasmaströmungen - in die Zellausláufer gelangen, die oftmals mit Neurosekret reich beladen sind. Wie elektronenmikroskopische Untersuchungen zeigen, besteht das Neurosekret aus Elementargranula, die eine Membrán umhüllt. Auf dem Wege der Zellfortsátze wird das Sekret, als Trágersubstanz von Wirkstoffen angesprochen, an die Blutbahn herangebracht. Hier treten die Hormoné in den Kreislauf über. Zu den von neurosekretorischen Elementen produzierten Hormonén záhlt u. a. das antidiuretisch wirksame Adiuretin." Dieser kurze Lehrbuchbeitrag von Bargmann (1956) erschien weniger als 40 Jahre nach der Entdeckung sekretorischer Nervenzellen im Rückenmark von Selachiern durch Speidel (1919, 1922). In der Folgezeit wurden von E. Scharrer (1928 und spáter, Lit. bei E. Scharrer und B. Scharrer, 1954) im Hypothalamus bei Knochenfischen, Amphibien, Reptilien und Sáugern Nervenzellen dargestellt, die ebenfalls eine sekretorische Aktivitát vermuten lieBen. lm Laufe dieser Untersuchungen wurde der Begtiff Neurósekretion geprágt. Der Nucleus supraopticus und der Nucleus paraventricularis werden bei höheren Wirbeltieren als neurosekretorisch tátige Hypothalamuskerne bezeichnet. Die Übertragung der gomori-Fárbung auf neurosekretorische Zellen (Bargmann, 1949) und damit die Möglichkeit, Neurosekret mit Chromalaun-Hámatoxylin anzufárben, bewirkte in den letzten 20 Jahren einen raschen Aufschwung der Forschungsarbeit auf dem Gebiet der hypothalamischen Neurosekretion. 2. Das sekretorische diencephal-neurohypophysáre System und die funktionelle Bedeutung des Neurosekretes Aus der Füllé der experimentellen Untersuchungen zur Frage der funktionellen Bedeutung des Neurosekretes, zu denen die bargmann-Schule wohl den wichtigsten Anteil beigetragen hat, sollen an dieser Stelle nur die wesentlichsten Ergebnisse angefiihrt werden. Das neurosekretorische hypothalamo-neurohypophysáre System kann gegliedert werden in: