Bővebb ismertető
Wien/Österreich 91. Jg
Februor 2013 Heft 1/2013 Euro 1,10
reformiertes (irchenb att
INHALTSVERZEICHNIS Seite
450 Jahre Heidelberger Katechismus 1-2
Ein offenes Ohr - Telefonseelsorge 3
2013 - Jahr der Diakonie 4
Personelle Meldungen 5
Gottesdienst und Veranstaltungen 6-7
Religion im Radio 8
Die Amischen - Teil II 9
Bücher 10-11
Andacht 12
450 Jahre Heidelberger Katechismus
Vor 450 Jahren wurde der Heidelberger Katechismus als Grundlage für den Unterricht in Kirche und Schule vom Kurfürsten Friedrich III. in Heidelberg in der Kurpfalz herausgegeben. Er verbreitete sich rasch in reformierten Ländern und ist in zahlreichen Kirchen bis heute als Bekenntnisschrift, Gebets- und Trostbuch im Gebrauch. In der Kirche H.B. in Österreich ist er neben dem Zweiten Helvetischen Bekenntnis die wichtigste Bekenntnisschrift aus der Reformationszeit. Er hat über Generationen den Menschen Trost und Orientierung gegeben und hat sie in ihrem Glauben und in ihrem Handeln gestärkt.
Catcchifmus
Ober
Auch wenn der Heidelberger Katechismus, kurz Heidelberger, eine epochale Wirkungsgeschichte aufweist, wird sich so mancher fragen, weshalb die Kirche eine 450 Jahre alte Schrift feiert, obwohl die Sprache an vielen Stellen antiquiert ist, sich das Weltbild in den letzten 450 Jahren radikal gewandelt hat und auch der Inhalt auf den ersten Blick zumindest teilweise befremden mag. Und so mancher ist vielleicht erstaunt, dass anlässlich des Jubiläums auch eine Reihe von Veranstaltungen stattfindet, von Predigtreihen über Gemeindereisen bis zu einer Wanderausstellung. Und wahrscheinlich wird der Heidelberger Katechismus in diesem Jahr auch öfters in den Gottesdiensten verwendet werden als sonst. Er findet sich übrigens zur Gänze im Evangelischen Gesangbuch.
Der Heidelberger Katechismus
„Heidelberger Kohl" Schon im 19. Jahrhundert hat man sich in Deutschland über den Gebrauch des Katechismus lustig gemacht. Aus der lippischen Stadt Lemgo ist ein Spottgedicht zum Heidelberger Katechismus überliefert, in dem es heißt: „Wir wollen ihn nicht haben, / den Heidelberger Kohl! / An ihm soll der sich laben, / dem Schimmel schmecket wohl / Was einst war gute Speise / in altvergang'ner Zeit, / auf langer Erdenreise / verschimmelt ist es heut " Wir wollen uns aber auf diese alte Schrift einlassen, dieses Jubiläum zum Anlass nehmen, den Katechismus neu zu entdecken und zu prüfen, ob er verschimmelt ist oder doch für unseren Glauben heute nützlich sein kann. Wie hoch diese Schrift im 17. Jahrhunden im Kurs stand, kann man am folgenden Zitat ermessen: „Unsere Brüder auf dem Fesdand haben ein Büchlein, dessen Blätter nicht mit Tonnen Gold zu bezahlen sind." Dieser Ausspruch stammt von englischen Delegierten, die den Katechismus in den Niederlanden kennen lernten und begeistert zu Hause darüber berichteten.
Wie ist es überhaupt zum Heidelberger Katechismus gekommen?
Der Heidelberger ist ein Werk mehrerer Theologen und kirchenleitender Persönlichkeiten, auch der Kurfürst Friedrich III. soll selbst an der Endredaktion beteiligt gewesen sein. Aber im Wesentlichen geht die Schrift auf die Vorarbeiten des Dogmatikprofes-sors und Melanchthonschülers Zacharias Ursinus aus Breslau zurück, der erst 1561 nach Heidelberg kam. Der
Die erste Catechismus-Ausgabe von 1563 und die Ausgabe 2013 zum Jubiläumsjahr um 4 EURO
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