Bővebb ismertető
Der Globale Wandel wird als tiefgreifender vom Menschen ausgelöster Transformationsprozess verstanden. Zu den vielfáltigen Herausforderungen des globalen Wandels gehören u. a. Ressourcenverknappung, Klimawandel, Bevölkerungswachstum und Urbanisierung. Diese bilden einen komplexen Gesamtprozess, der nicht isoliert betrachtet werden darf. Bei globalen Umweltveránderungen handelt es sich zum einen um die globale Erwármung, Entwaldung, Verlust der Biodiversitát, Bodendegradation, Versauerung der Meere und andere Prozesse. Aber auch die demographischen Veránderungen wie Bevölkerungsentwicklung und -verteilung sowie die umweltbedingten Gefáhrdungen der Welternáhrung und die Ausbreitung neuer Krankheiten müssen mit betrachtet werden. Dementsprechend ist der globale Wandel ein komplexer, langfristig wirkender Prozess, der in gleichem MaBe ökologische wie ökonomische und gesellschaftliche Dimensionen umfasst. Aufgrund der vielfáltigen menschlichen Eingriffe in die Natúr und die damit verbundenen Veránderungen globaler Stoffkreisláufe finden sich Spuren menschlichen Tuns auch an Orten, die man bislang frei von menschlichen Einflüssen glaubte. Aus diesem Grund erklárten Crutzen und Stoermer im Jahr 2000, dass das Zeitalter des Holozáns vorüber und man nunmehr im Zeitalter des Anthropozáns, der Menschenzeit, angelangt sei. Nach ihrer Auffassung ist der Mensch mittlerweile der das Erdsystem maBgeblich beeinflussende und gestaltende Faktor geworden, dessen Einfluss so massiv ist, dass es nur gerecht sei, einen neuen geologischen Zeitraum danach zu benennen. Globaler Wandel gestaltet sich als Summe vieler Komponenten und Wechselbeziehungen. Die Chancen dieses Wandels zu nutzen sowie die Risiken zu vermeiden, ist íur alle Beteiligten in Wissenschaft, Gesellschaft, Wirtschaft und Politik eine groBe Herausforderung. Gerade in jüngerer Zeit erfáhrt die Frage nach der Rolle der Wissenschaft im globalen Wandel sowohl unter Wissenschaftlern als auch in der breiten Öffentlichkeit eine stetig wachsende Aufmerksamkeit. Er stellt das System Wissenschaft vor neue Herausforderungen. Für die Wissenschaft stellt der globale Wandel kein eingrenzbares und disziplinár bearbeitbares Teilproblem dar, sondern überschreitet mit seinen vielfáltigen Kreisláufen und komplexen Rückkopplungsmechanismen die Grenzen wissenschaftlicher Disziplinen. Die Faszination der Forschung zum globalen Wandel liegt demzufolge im Zusammenftihren des Wissens über Abláufe und Wechselwirkungen des Systems Erde. Dabei wirken Naturund Lebens- sowie Geistes- und Sozialwissenschaften zusammen. Forschung zum globalen Wandel benötigt innovative Leitlinien und Strukturen und stellt gleichzeitig hohe Ansprüche an Integrationsfáhigkeit, Flexibilitát und Vorstellungskraft von Wissenschaftlern,