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SIEMENS
DER ANSCHLUSS
HAUSMITTEILUNGEN DER SIEMENS-SCHUCKERTWERKE AG FÜR EIEKTRO-FACHGESCHÄFTE BERLIN-SIEMENSSTADT • NEUNTER JAHRGANG • 1938 ¦ HEFTl
Winke für den Staubsaugerverkauf
Obgleich der Staubsauger ein Gerät für den täglichen Gebrauch ist, wird ihn die Hausfrau nicht ohne besondere Überlegung anschaffen. Sie geht nicht in das Ladengeschäft, um ihn genau so -vvie einen Besen oder Teppichklopfer zu erwerben; denn die größere Geldausgabe, die mit der Anschaffung eines solchen Gerätes verbunden ist, wird nicht nur einmal, sondern öfter erwogen.
Der Verkäufer eines Staubsaugers muß sich darauf einstellen, daß ihm der Kunde vor dem Kaufentschluß viele Fragen stellt und alle Anwendungen praktisch gezeigt haben will. Daher ist die genaue Kenntnis der Technik und der Anwendungsgebiete eines Staubsaugers unerläßlich. Auch die verschiedenen Preislagen muß man begründen können. Man darf es nicht dem Kunden überlassen, den Wert seiner Anschaffung nach der Geldausgabe zu beurteilen; denn geht der Kunde nicht mit der Überzeugung nach Haus, für mehr Geld auch etwas qualitativ Besseres gekauft zu haben, so hat der Verkäufer nicht die Gewähr, daß der Kunde für die Zukunft Vertrauen in ihn setzt. Deshalb wollen wir an dieser Stelle Winke dafür geben, was man tun muß, um erfolgreich im Staubsaugergeschäft zu sein und das Vertrauen, das der Kunde zu seinem Fachgeschäft hat, durch fachmännische Beratung beim Staubsaugerverkauf zu verstärken.
Allgemeine Werbung im Schaufenster:
Im Heft 9 des letzten „Anschluß"- Jahrganges haben wir das Werbemittel „Schaufenster" eingehend behandelt; wir weisen hier nochmals darauf hin und empfehlen, sich unsere verschiedenen Dekorationsvorschläge zunutze zu machen. Außerdem stehen wir jedem einzelnen Wiederverkäufer für besondere Ausstattungen zur Verfügung und sind auch gern bereit, Anregungen unserer Fachkundschaft entgegenzunehmen und deren Vorschläge in die Wirklichkeit umzusetzen.
Die persönliche Werbung:
Der Rufeines Fachgeschäftes wird durch die Art der Kundenbetreuung bestimmt. Jeder Interessent, der den Verkaufsraum betritt, erwartet fachmännische, freundliche Beratung - und wird immer zu seinem Geschäftsmann halten, wenn er seine Erwartungen erfüllt sieht. Das Verhältnis zwischen Kunden und Fachhändler kann noch inniger gestaltet werden, wenn auch der Fachhändler seinerseits eine enge Verbindung mit seinen Kunden pflegt. Er braucht nicht immer darauf zu warten, daß der Kunde kommt; er kann ihn mit einem Schreiben oder einer Einladung anregen, seinen Laden aufzusuchen. Damit erhält er sich nicht nur seine alte Stammkundschaft, sondern holt sich auch neue Kunden heran. Gerade diese Möglichkeit darf beim Verkauf von Siemens-Protos-Staubsaugern nicht außer acht gelassen werden, denn noch gibt es keine Sättigung auf dem Staubsauger-Markt. Ein einziges Beispiel beweist diese Behauptung. Jährlich heiraten in Deutschland 600 000 bis 750 000 Paare, von denen ein großer Teil die Methoden neuzeitlicher und erleichterter Haushaltführung gern aufgreifen wird; und sicher werden auch im Geschäftskreis des einzelnen Fachhändlers eine ganze Reihe Eheschließungen vorgenommen.
Auch der persönliche Besuch beim Kunden ist sehr oft erfolgreich. Da kann man gleich praktisch im Haushalt vorführen und die Hausfrau am besten davon überzeugen, was ein Staubsauger zu leisten vermag.
Die Vorführung und das Verkaufsgespräch:
Zuerst muß sich der Verkäufer selbst im Idaren sein, welches Fabrikat er verkaufen will. Die sichere Überzeugung, die aus seinen Worten spricht, überträgt sich letzten Endes auf seinen Kunden. Der Kunde will beraten sein und macht seine Entscheidung mehr oder weniger von der Einstellung des Verkäufers abhängig. Spricht der Verkäufer von der bewährten Kessel-