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K. SCHUBERT Die Jungfrauengeburt im Lichte frühjüdischer Quellen Es geht hier um einen Beitrag zur viel diskutierten Frage der jungfráulichen Empfángnis Jesu. Ein Experte in jüdischer Religionsgeschichte zeigt, da& auch im palastinischen Judentum des 1. Jahrhunderts, unabhángig von christlichen Einflüssen, das Motiv der jungfráulichen Geburt bekannt gewesen ist. Für den Verfasser sind diese Beobachtungen allerdings kein Grund, die Historizitát der im NT ausgesagten Jungfrauengeburt auszuschliefíen. - Prof. Dr. Kurt Schubert, geb....
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K. SCHUBERT Die Jungfrauengeburt im Lichte frühjüdischer Quellen Es geht hier um einen Beitrag zur viel diskutierten Frage der jungfráulichen Empfángnis Jesu. Ein Experte in jüdischer Religionsgeschichte zeigt, da& auch im palastinischen Judentum des 1. Jahrhunderts, unabhángig von christlichen Einflüssen, das Motiv der jungfráulichen Geburt bekannt gewesen ist. Für den Verfasser sind diese Beobachtungen allerdings kein Grund, die Historizitát der im NT ausgesagten Jungfrauengeburt auszuschliefíen. - Prof. Dr. Kurt Schubert, geb. 1923, studierte Orientalistik, habilitierte sich 1948 an der Universitát Wien und ist seit 1966 Vorstand des dortigen Instituts für Judaistik. - Das Folgende ist ein Auszug aus einem Artikel, der 1972 in der österreichischen Zeitschrift Bihel und Liturgie (Schriftleitung: Klosterneuburg, Stiftsplatz 8) erschienen ist (S. 224-240). Dabei handelte es sich um einen Vorabdruck aus einem Buche, das von K. Schubert demnáchst im HeroldVerlag, Wien, herauskommen wird: Jesus im Lichte der Religionsgeschichte des Judentums". Verlag, Schriftleitung und Verfasser sei gedankt. Neue Überschrift und Zwischentitel von uns. Belege im hellenistischen Judentum Mit Sicherheit kann gesagt werden, dafi die Verarbeitung des Motivs der Jungfrauengeburt in den Kindheitsgeschichten des Mattháus und Lukas nicht das Geringste mit pagan-hellenistischen religiösen Vorstellungen zu tun hat. Die Vereinigung einer Gottheit mit einem irdischen Mádchen wird in antiken Texten immer anders dargestellt1. Jedoch ist das Motiv der Jungfrauengeburt auch in rein jüdischen Quellen bekannt, sowohl im hellenisierten Judentum Alexándriens als auch in priesterlich-apokalyptischen Kreisen Palástinas. Eine wichtige Belegstelle für das hellenistische Judentum bietet Philo von Alexandrien in seiner Schrift ,De Cherubim', 40-51: Nach dem stark platonisch beeinflufíten Philo erkennen die tugendhaften Mánner ihre Frauen nicht im Sinne einer sexuellen Begegnung. Philo nennt hier als Beispiel Abraham, Isaak, Jákob und Mose. Die Frau bedeutet die Sinnlichkeit, Erkenntnis aber hat Ab1. Dies hat mit aller Deutlichkeit klargemacht Hugó Staudinger, Die historische Glaubwiirdigkeit der Evangelien, Stuttgart 21971, bes. 47-53. Jedoch kann ich Staudingers Argumentation nicht ganz folgen, da er die Möglichkeit von Gemeinsamkeiten mit Elementen aus der jüdischen Tradition gar nicht in Erwágung gezogen hat.

Termékadatok

Cím: Theologie der Gegenwart 1973/4. [antikvár]
Szerző: A. Grabner-Haider , Augustin Schmied , E. Benz , H. Häring , K. Schubert , Peter Lippert , V. Hahn W. Kasper
Kiadó: Verlag Gerhard Kaffke
Kötés: Varrott papírkötés
Méret: 160 mm x 230 mm
A. Grabner-Haider művei
Augustin Schmied művei
E. Benz művei
H. Häring művei
K. Schubert művei
Peter Lippert művei
V. Hahn művei
W. Kasper művei
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