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VORWORT
Die Ungarische Akademie der Wissenschaften, die fast seit ihrer Gründung die Arbeit der ungarischen Archäologen mit der grössten Aufmerksamkeit verfolgt und unterstützt hatte, übernahm nach ihrer, dem zweiten Weltkrieg folgenden Neuorganisierung — unter beträchtlichem Aufwand ihrer finanziellen und geistigen Mittel — die Hauptrolle in der Leitung der archäologischen Forschung in Ungarn. Ein und zugleich der bedeutendste Ausdruck dieser Unterstützung seitens der Akademie zeigte sich in der Gründung eines eigenen Archäologischen Institutes. Das Institut wurde 1958 gegründet und führte in den ersten Jahren seiner Tätigkeit den Namen: „Archäologische Forschungsgruppe". Den grössten Aufwand an Zeit und Energie beanspruchten im Laufe der kurzen zehn Jahre ihres Bestehens die Organisationsarbeit, der Neubau des Institutsgebäudes, dessen Einrichtung, sowie die mit der Sicherung der finanziellen Mittel und mit der Gestaltung der geistigen Zielsetzungen einhergehenden Aufgaben. Fast die Hälfte der ersten zehn Jahre verging auch mit den, viele Arbeitskräfte in Anspruch nehmenden, jedoch — aus ihrer Natur hervorgehend — nicht immer einen bedeutenden wissenschaftlichen Erfolg ergebenden Rettungsgrabungen im Gebiete des Donauknies. All dies erwogen, können wir unsere ersten Jahre vielmehr als eine Vorbereitungsperiode als die Zeit intensiver Forschungsarbeiten betrachten. Sollten die Ergebnisse unserer, in diesem Band überblickten Tätigkeit dennoch als beachtenswert erscheinen, so ist dies ausser der von der Akademie der Wissenschaften erhaltenen Unterstützung in erster Reihe der begeisterten und selbstaufopfernden Arbeit unserer kleinen Forschergruppe zu verdanken.
An der Schwelle des zweiten Jahrzehntes angelangt, sind auch die sich auf die Zielsetzungen und den Betätigungskreis des Institutes beziehenden Konzeptionen zur Reife gekommen. Wir befassen uns mit sämtlichen archäologischen Epochen und Perioden Ungarns und dies nicht bloss auf dem Niveau der erschliessenden und analytischen Forschungen, sondern auch in der Form der synthetische Werke anstrebenden Arbeiten. Bereits handgreifliche Ergebnisse können wir auf dem