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lEITSCHRIFT für ORCAKISATIONHERAUSGEBER: gfUrO (GESELLSCHAFT tur ORGANISATION E.V.) BERLIN W30. MOT2STR.79 INDUSTRIEVERLAG SPAETH & LINDE, BERLIN W 10. GENTHINER STRASSE 42, WIEN IJahrgang 3, HeW 1H A U P T S C H R I FT L E IT E R:12. Januar 929VORWÄRTSJAHR UM JAHRZum gegenwärtigen Stand der Organisations-Technikm12.1.29Jede zivilisierte Gesellschsfi strebt nach Wirtschafllichkeit, oft !reiiich unbewußt. Gegenwärtig aber ist der Gedanke der Rationalisierung in Welt', Volks' und Betriebswirtschaft herrschend. Auf dem Sondergebiete der Gesellschaft für Organisation, der BetriebsiVerwaltung, bleibt noch viel zu leisten übrig. Auch Betriebe, deren Organisation den augenblicklichen Anforderungen entspricht, dürfen auf dem Gebiete der Organisations'Technik nicht rasten, weil die Betriebe selbst sich wandeln und die Organisations'Technlk fortschreitet.Den Wirkungsgrad steigern! Die Verlust Tjuellen ausschalten! Das sind Ziele, die zu allen Zeiten in jeder zivilisierten Gemeinschaft erstrebt !wurden; oft freilich nur unbewußt.In den letzten Jahrzehnten aber sind diese Ziele immer mehr als lebenswichtig erkannt worden. Heute beherrschen sie die Theorie der Welt, Volkss und Betriebswirtschaft.Praktisch ist in der Weltwirtschaft durch den Krieg ein starker Rückschlag zur Un Wirtschaftlichkeit erfolgt. In den Volks wirtschaften trat in den letzten Jahren mancher Fortschritt durch Zusammenschlüsse, Ebnung der Absatzwege usw. ein.In deii Betrieben ist die Rationalisierung der Fertigung, die früh einsetzte, meist weit fortgeschritten. Auf dem Sondergebiet der Gesellschaft für Organisation, der Betriebs Verwaltung, aber stehen wir noch am An fang. Zwar fehlt es nicht an geeigneten Hilfs mittein, an Maschinen, Ordnungsbehelfen und sonstigem Gerät. Zwar haben einzelne Köpfe zweckmäßige Arbeitsweisen erdacht und erprobt und die Gemeinschaftsarbeit hat -be gönnen, auch auf diesem Gebiet befruchtend zu wirlcen.Aber der Köpfe sind es noch zu wenige; noch sind die AusbildungSiMöglichkeiten unzuläng lieh; noch fehlt es an Tradition. Noch haben vor allem zu wenige von den Vielen, die es angeht, Geist und Gesinnung dem Gedanken der Organisation erschlossen.Wenn aber die Betriebe gedeihen sollen, muß neben organisatorischen Kenntnissen der Wille zu Wirtschaftlichkeit und Fortschritt Gemein; gut der Betriebsangehörigen sein.Auch dort, wo eine O r g a n i s .1 tionsform erreicht ist, die den Anforderungen augenblicklich ge nügt, darf man nicht rasten. Einer seits weil die Betriebe sich wandeln in Art und Größe, Menschen ausscheiden und hinzu kommen; anderseits weil die Organisations technik fortschreitet. Was in einem Jahre noch richtig ist, kann im folgenden schon falsch sein.Alle Betriebe die vielen noch unzureichend organisierten und die wenigen, deren Organisa tion zur Zeit zweckmäßig ist müssen des halb ständig die Fortschritte der Organisations technik verfolgen und ihren Angestellten orga nisatorische Kenntnisse vermitteln.Die ZfürO wird Organisatoren, Betriebe und Betriebsangehörige auch im neuen Jahre för dem durch ihre Darstellungen aus der Praxis und durch Berichterstattung über den Rationali rungsFortschritt in aller Welt.1