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Sonnige Stadt am Fuße der OstalbEine Stadt wächst zusammenNach 1971 brachte die landesweite Verwaltungsreform auch für Aalen und sein Umland einschneidende Veränderungen. Bedeutende Gemeinden, mit der Stadt bisher schon wirtschaftlich verbunden, nämlich Dewangen, Ebnat, Fachsenfeld, Hofen, Unterkochen, Waldhausen und das 1951 zur Stadt erhobene Wasseralfingen, wurden der Kernstadt als Verwaltungsbezirke eingegliedert, nachdem im Westen der Stadt Hofherrnweiler und Unterrombach schon 1938 eingemeindet worden waren. Aalen wuchs zu einem...
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Sonnige Stadt am Fuße der OstalbEine Stadt wächst zusammenNach 1971 brachte die landesweite Verwaltungsreform auch für Aalen und sein Umland einschneidende Veränderungen. Bedeutende Gemeinden, mit der Stadt bisher schon wirtschaftlich verbunden, nämlich Dewangen, Ebnat, Fachsenfeld, Hofen, Unterkochen, Waldhausen und das 1951 zur Stadt erhobene Wasseralfingen, wurden der Kernstadt als Verwaltungsbezirke eingegliedert, nachdem im Westen der Stadt Hofherrnweiler und Unterrombach schon 1938 eingemeindet worden waren. Aalen wuchs zu einem großflächigen Zentrum, das mit Ebnat und Waldhausen vom Härtsfeld und mit Dewangen und Fachsenfeld bis ins Weiland reicht und in dem heute über 63 000 Menschen wohnen.Nur zehn Prozent der Gemarkung von über 146 Quadratkilometer sind überbaut, ein Drittel des Gebiets ist Wald. Von Westen her weht fast ständig eine leichte Brise: Aalen ist fast das ganze Jahr nebelfrei und bietet noch immer gute, gesunde Luft. Aus- und Ein-pendler in die zahlreichen Betriebe der Kochertal-Achse und die Anziehungskraftder Aalener Geschäfte haben zum Zusammenwachsen der Bevölkerung dieser Stadtlandschaft (H. Baumhauer) beigetragen.In der Aalener BuchtMan hat sie lange verkannt wie den Charme der alten Reichsstadt: die liebliche Landschaft der Aalener Bucht. Langsam steigen die Fluren zur Waldgrenze empor, und dann geht's, ein wenig steiler werdend, hinauf zu den Höhenzügen von Albuch und Härtsfeld, die vom Tal des jungen Kochers durchbrochen werden.Den Geologen ist ein solch anschaulicher Aufriß von Sedimenten des einstigen Jurameeres schon lange Anlaß zum Suchen und Forschen gewesen. Der Lehrpfad beim Besucherbergwerk am Braunenberg zeigt, wie die Formationen Schwarzer, Brauner und Weißer Jura aufgeschichtet sind, wie sie unterschieden und durch Leitfossilien dargestellt werden können.Zur Absicherung ihres Imperiums gegen Einfälle der Germanen schoben die Römer einst ihre Grenzen bis hierher ins Vorland der Alb. Um 150 n. Chr. errichteten sie hier das größte Reiterlager am rätischen Limes, in dem sie die Ala II Flavia, eine 1000 Mann starke Reitertruppe, stationierten. Die Römer kamen als Militärmacht, sie brachten aber auch, reiches Fundmaterial beweist es, die Kultur eines Weltreiches mit. So ist das schon 1963 im Kastellbereich errichtete Limesmuseum Aalen Dokumentation dafür, wie man einst auf römischem Territorium lebte. Neuere Ausgrabungen an der Principia, dem Stabsgebäude, und ihrer Umgebung, sind gesichert und 1988 als Freilichtmuseum zur Besichtigung freigegeben worden.Stadtluft macht freiSiedlungskontinuität nach der alamanni-schen Landnahme bis zur staufischen Stadtgründung von 1240 ist zwar nicht gesichert,darf aber angenommen werden. Eher durch einen glücklichen Zufall wurde Aalen 1360 Freie Reichsstadt.Stadtluft macht frei. Es gab aber auch mancherlei Zwänge für die kleine Stadt. Gegen den Willen des Patronatsherren, des Ellwanger Fürstpropstes, entschloß sich der Rat 1575, dem Beispiel der meisten Reichsstädte folgend, die Reformation einzuführen. Von der Katastrophe des Stadtbrandes 1634 nach der Schlacht von Nördlingen hat sich Aalen nur langsam wieder erholt. 1803 wurde es württembergische Oberamtsstadt. Langsam veränderte sich sein äußeres Bild. Die Stadtmauern wurden durchbrochen, die Wälle eingeebnet, Tore und Türme abgetragen. Nach den verheerenden Jahren der Napoleonischen Kriege war endlich Frieden eingekehrt, aber nur allmählich ging's aufwärts.Mit dem Drahtzug auf der Erlau erhielt die Stadt 1828 den ersten Fabrikbetrieb. Der Bau der Remsbahn zwischen Cannstatt und Wasseralfingen, die 1861 eröffnet wurde, brachte Geld unter die Leute. Das königliche Edikt über die Gewerbefreiheit von 1862 ließ manchen kleinen Handwerker seinen Laden dicht machen und in die Fabrik gehen. Einige Handwerksmeister hatten Erfolg und Glück, sie wurden Fabrikanten. Rauchende Schlote, auch wenn sie mit ihrem Ruß alles verdreckten, wurden für Aalen zum Symbol für Fortschritt und Wohlstand. In der Zwischenzeit ist die Dampfmaschine als zentrale Kraftquelle aufgegeben, und im Westen und Norden von Aalen, Wasseralfingen und Unterkochen sind in den letzten Jahrzehnten neue, umweltfreundliche Industriegebiete entstanden. Ihren Nachwuchs an technischen Führungskräften holen sich viele dieser Betriebe von der Fachhochschule Aalen, wo in neun Studiengängen seit 1963 Ingenieure ausgebildet werden. In räumlicher Nähe zur Fachhochschule ist das Technologiezentrum Aalen entstanden, das jungen Ingenieuren, die Ideen haben, Starthilfe zu unternehmerischer Selbständigkeit bietet.5

Termékadatok

Cím: Aalen [antikvár]
Szerző: Eugen Hafner
Kiadó: Konrad Theiss Verlag GmbH & Co.
Kötés: Fűzött kemény papírkötés
ISBN: 3806205841
Méret: 250 mm x 230 mm
Eugen Hafner művei
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