Bővebb ismertető
Vorwort
Die Alte Oper ist inzwisclien zum festen Bestandteil der Frankfurter Stadtkultur geworden. Sie ist wieder das städtebau-liche Kleinod, das sie einst war, sie lädt wieder zu Konzerten und anderen Veranstaltungen, wenn sction nicht zu Opernauffülirungen. Die Bürger Frankfurts haben sich daran gewöhnt, das prachtvolle Bauwerk, das über Jahrzehnte hinweg ein trostloses Dasein als umstrittene Ruine fristete, in seiner ganzen Herrlichkeit vor sich zu sehen. Noch beengt die U-Bahnbaustelle vor der Alten Oper den Blickwinkel, verhindert sie die Vollendung des Platzes bis zum Marshal-Brunnen hin. Das hat aber die Bewunderung nicht weiter beeinträchtigt.
Was die Bürger da bewundern, ist ein Werk von Menschenhand. Das fertige Produkt ist seiner selbst willen geliebt und bewundert. Wer denkt beim Betrachten des Bauwerks schon an die Menschen, die es geschaffen haben? Wer ahnt die außerordentlichen Mühen, die aufgewendet werden mußten? Wenn heute ein Bauwerk fertig wird, erfährt die Öffentlichkeit zuerst den Namen des Bauherrn, dann den des Architekten. Der Statiker mag noch erwähnt werden, wenn er Besonderes zu leisten hatte.
Das war nicht immer so. Beim Studium der Quellen zu diesem Buch fiel auf, daß Im vergangenen Jahrhundert viele der am Bau Beteiligten aus der Anonymität herausgehoben wurden. Nicht nur die Künstler wurden namentlich erwähnt, auch die Ingenieure, Handwerksmeister, Maler. Die alten Berichte nennen die Lieferanten des Baumaterials, der Inneneinrichtung, der haustechnischen Installationen.