Bővebb ismertető
VORWORTD.'ieses Buch loünscht auf wissenschaftlichem Niveau, dabei in leicht verständlicher, populärwissenschaftlicher Form die Altertümer, die Geschichte und den Alltag von Aquincum darzustellen, wie es im DenlcTnalmaterial widergespiegelt wird. Der Vorfahr Budapests in der Antike trägt mit Recht den Namen -Pompeji von Ungarn, da vielleicht dieses Ruinengebiet der ganzen Donau entlang das bedeutendste ist. Das sachliche Denkmalmaterial von Aquincum besitzt unter den Dokumenten des antiken Römischen Weltreiches historische Bedeutung, ja in einigen Fällen ist es sogar einzigartig in der Welt. Auch deshalb ist es notwendig, daß wir die in Aquincum erschlossenen Denkmäler und Daten eingehender untersuchen und im konkreten geschichtlichen Rahmen erörtern.Die BekannZmxichung der einstigen Hauptstadt von Ostpannonien in einer der Weltsprachen ist schon seit langem zeitgemäß. Zuletzt erschien im Jahre 1933 ein detaillierter Führer in fremder Sprache durch das Museum von Aquincum, doch dieser beschränkte sich nur auf die katalogmäßige Beschreibung der DenkmMer und auf eine ganz kurzgefaßte topographische und geschichtliche Einführung. Der 1941 herausgegebene erste Band der ))Geschichte von Budapest (Budapest in der Urzeit, der Römerzeit und zur Zeit der Völkerwanderung) hat leider lediglich in ungarischer Sprache die Druckerpresse verlassen. Seit dem Abschluß des Manuskriptes dieses ausführlichen Handbuches haben übrigens sprunghaft so bedeutende Ausgrabungen unsere Kenntnisse von Aquincum erweitert, daß auf jeden Fall die Information des Auslandes über die neuen Ergebnisse die Pflicht des Zweigs der Wissenschaft geworden ist, der sich mit der Erforschung der Vergangenheit der ungarischen Hauptstadt befaßt. Von diesen jüngsten Ausgrabungen sind hervorzuheben: die laufende Erschließung von Wohnhäusergruppen im Westteil der Zivilstadt, die Ausgrabung des Nordtores, der südlichen Schutzmauer der Stadt und eines tveiteren Mithraeums, die Ausgrabung des StatthaÜerpalastes, die Auffindung der westlichen Schutzmauer und des nördlichen Schanzgrabens des früheren Legionslagers sowie des Bezirks des Prae-toriums (Kommandantur), die Identifizierung der urchristlichen Doppelkirche usw.Im allgemeinen ließen sich unsere Architekten bei der Ausarbeitung der Pläne zur Stadtregulierung von Óbuda im letzten Jahrzehnt von Angaben, die vorgehende Ausgrabungen boten, leiten, was gleichfalls die Erkennung von Aquincum in großem Maße vorangebracht hat.