Bővebb ismertető
Die Kulturen Asiens Die Kulturen Asiens unterscheiden sich in vieler Hinsicht sehr wesentlich von den europáischen. Wenn wir die Geschichte des Menschen als Ausgangspunkt nehmen, ist Asien der ewige" Kontinent. Als Európa, Afrika und Amerika noch unbewohnt waren, gab es schon eine asiatische Zivilisation. In Asien begann das grolSe Abenteuer des Menschen auf der Erde. Es gibt alsó in Wirklichkeit keine andere Zivilisation als die asiatische. Jede andere Zivilisation ist aus ihr hervorgegangen. Es ist auch nicht richtig, von nur einer asiatischen Kultur zu sprechen. Es hat in Asien so viele groík Kulturen gegeben, daft es nicht richtig wáre, sie alle in einem Atemzug zu nennen. Und wenn es auf der anderen Seite auch möglich ist, durch die lange und vielfáltige Geschichte hin eine europáische Kultur zu rekonstruieren, so scheint das doch in Asien völlig unmöglich zu sein. Die Einheit der europáisch-abendlándischen Kultur war schliefilich über lange Jahrhunderte hinweg durch die Antiké einerseits und das Christentum andererseits geprágt. In Asien dagegen wurde auf Grund der vielfáltigen geistigen und religiösen Strömungen niemals eine solche Einheit de- Kultur erreicht, ja sie wurde nicht einmal angestrebt. Schon viertausend Jahre vor Christi Geburt wufite man in Asien, wie man Viehzucht zu betreiben und Landwirtschaft auszuüben hatte. Die Hirten, Viehzüchter und Bauern wohnten in Gruppén und kleinen Stámmen zusammen. Es war fast unvermeiallch, dafí es zwischen den verschiedenen Gruppén Handel gab. Meist wurden die Waren an einer Stelle gehanaelt, die für jedermann bequem zu erreichen war, zum Beispiel auf einem günstigen Platz am Flufiufer, oder am Ufer einer Bucht an der Meeresküste. Sehr bald entstanden an diesen Stellen kleine Ortschaften und spáter gröfiere Stádte. Die Stádte lagen unter anderem im Nildelta, im Gebiet zwischen Euphrat und Tigris in Mesopotamien und im Tal des Indus. Von solchen Piátzen fühlte sich die erste báuerliche Bevölkerung angezogen, weil die Flufíláufe und die Náhe des Meeres den Handel mit ihren Gütern begünstigten. Wie man sieht, gehören zwei dieser ersten Zentren einer Zivilisation an, die auf dem gleichen Breitengrad liegen, geographisch zu Asien. Wáhrend sich in Unterágypten eine stádtische Zivilisation entwickelte, entstanden im unteren Tal des Indus und in dessen Delta eine Reihe von Stádten. Diese hatten etwa 3400 v.Chr. schon einen hohen Stand der Kultur erreicht. Auch auf dem Gebiet des Handels gab es schon die denkbar besten Beziehungen. In dieser Zeit entstanden auch Stádte in Mesopotamien, wo das Land durch künstliche Bewásserung fruchtbar gemacht werden konnte. Die grofte Uberschwemmung-die durch die Bibel als Sintflut bekannt ist - machte zwischen 3500 und 3000 v.Chr. der Kultur Mesopotamiens ein Ende. Aber einige Jahrhunderte spáter hatte diese alte Kultur ihren Stand wieder erreicht. Die Stádte im Delta von Euphrat und Tigris- Eridu, Uruk, Ur und Lagas - knüpften Handelsbeziehungen mit dem Industal, dem Kaukasus und Ágypten an. Diese Stádte führten das Geld als Zahlungsmittel ein und hatten auch schon eine Art von Buchhaltung. Die Bevölkerung von Lagas nahm im Lauf von hundert Jahren (von 2600 bis 2500 v.Chr.) von 36 000 auf 216 000 Einwohner zu. Für Mafie und Gewichte wurde ein Zwölfersystem eingeführt. Dieses System stand in Verbindung mit der Aufteilung des Kreises in 360 Grad und der Einteilung des Kalenders in zwölf Monate zu je 30 Tagén. Die Stádte und Landgebiete waren zu einem babylonischen Königreich vereinigt. Der babylonische König Hammurapi (1728 - 1686 v.Chr.) verfafite seine berühmten Gesetzbücher. Die Gesetzgebung von Hammurapi blieb bestehen, bis das babylonische Reich zugrunde gegangen war und neue Kulturen auftraten. Das Orginal des ,,Codex Hammurapi", eine 2,25 m hohe Dioritstele, ist 1902 in Susa gefunden worden. Im Industal hatte sich um 3000 v.Chr. die Kultur der Drawida ausgebreitet. Ihre Hauptstadt war Mohendscho-Daro, von der vor nicht langer Zeit die Ruinen ausgegraben wurden. Etwa um 1500 v.Chr. wurden die Drawida von den Indoeuropáern besiegt. Es war mehr eine Infiltration als eine Invasion. Die Indoeuropáer waren barbarische Stámme, die mit ihren Herden den Hindukusch überschritten und die Kultur der Drawida vernichteten. Mehr als tausend Jahre lang wurde im Indusbecken kein Handel mehr betrieben. Die Indoeuropáer errichteten im Ganeestal das so berüchtigte Kastenwesen, das sich über viele Jahrhunderte fortsetzen sollte. Der Kern der indoeuropáischen Kultur lag im Königreich Kuru im oberen Gangestaf. Spáter sollten die Arier auch die Küsten von Malabar und das Herz von Indien erreichen. Der Mittelpunkt der arisch-indoeuropáischen Kultur in Indien war der Pandschab. Zwischen 1000 und 800 v.Chr. erhielten die Wedas (Weda bedeutet im Sanskrit: Wissen) als Bücher ihre endgültige Form, so dafi sie uns, vermischt mit persischen Ideen, die drawidischen Lehren erhalten habén. Etwa um 1100 v.Chr. festigte sich in den gebirgigen Gegenden von Palástina ein anderes asiatisches Volk: die Hebráer oder Israelstámme. Mehr als tausend Jahre lang sollten die Hebráer in diesem Gebiet ihren Einflufi geltend machen, bevor sie von den Légionén eines römischen Imperators in alle Windrichtungen zerstreut wurden, um etwa 2000 Jahre spáter wieder in dieses Land zurückzukehren und dort ihren eigenen Staat zu begründen. In den Gebieten zwischen den Grenzen zu Indien bis an die