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hügeln zwischen Lech und Wertach. Der militárische Zweckgedanke des Kaisersohnes Drusus, von der Landschaftsform bestimmt, entschied über die Lage einer Römersiedlung, des Keimes der Stadt Augsburg mit Marmortempel, Forum und Kastell. Auf den reizvollen westlichen Waldhángen wurden Vilién gebaut - wie heute. Die Stadt nannte man Augusta Vindelicorum, denn zur Zeit der Gründung schrieb man die Regierungszeit des Kaisers Augustus auf die Wachstafeln der Schüler. In allén Nachschlagewerken ist der groíSe römische Kaiser Augustus als der Gründer Augsburgs vermerkt. Die Bürgermeister hatten die historische Reminiszenz für ihre Festreden und die Lehrer Stoff für die Heimatgeschichte einer der áltesten Stádte Deutschlands. Die Augsburger sind mit dieser historischen Würde ihrer Stadt zufrieden und auch ziemlich stolz darauf. Man kannte ihre Stadt, wie auch Gustav Freytag feststellt, früher als München oder Berlin. Konkurrenten sind nur Trier, Köln und das nahe Kempten. Im 15. Jahrhundert suchte allerdings der Augsburger Poet und beauftragte Stadtgeschichtsschreiber Küchlin - Bürgermeister Peter Egen war sein Mázén - nachzuweisen, dafi Augsburg schon 1184 vor Christus von Nachkommen des Aeneas, die vom Rhein aus zum Lech gelangten, erbaut wurde. Ein Weiberfeind unter den altén Stadthistorikern entdeckte sogar eine Amazonenkönigin namens Martesia, die lange vor den Römern zunáchst die lándlichen Vorfahren der Augsburger besiegte und dann als Besatzungsmacht etliche boshaffte Weiber zurückliefi. Die Augsburger hielten es mehr mit den Römern und setzten das Ebenbild des Kaisers Augustus auf einen Brunnensockel vor das Rathaus, von dem er heute noch mit römischem Cásarengrufí das Stadtvolk und die Fremden grüfit. Sie machten sich so keiner Geschichtsfálschung schuldig.