Bővebb ismertető
Gerd Dörr: Baden-Württemberg -Superlative in Landschaft, Kultur und WirtschaftBaden-Württemberg, das Land Im Südwesten der Bundesrepublik Deutschland, bietet ständig neue Überraschungen - landschaftliche wie kulturelle. Runde Kuppen und bizarre Felstürnne, tiefe Schluchten und sanfte Talauen, unterirdische Kalkdome und Tropfsteinhöhlen, Geblrgsszenerlen, Vulkankegel und Flußdurchbrüche, verschwiegene Hochwälder und Cletscherseen und dazu ein kleines Meer, den Bodensee - die Vielfalt an Landschaftsformen ist kaum zu überbieten. Auf die jeweils charakteristischen Merkmale und Besonderheiten der einzelnen Gebiete gehen wir ausführlich in den folgenden Kapiteln ein.Seit Menschen diese Zonen bewohnen, haben sie die Landschaft nicht nur kultiviert und auf viele Weise verändert, sondern auch Zeugnisse erhabener Baukunst und Denkmäler ihres schöpferischen Genius geschaffen. Sie künden von der Kulturaller Epochen, aberauch davon, daß Menschen das Geschaffene durch Kriege auch wieder zerstören können.Von den ersten menschlichen Bewohnern dieser Region, den ältesten Mitgliedern der menschlichen Rasse überhaupt blieb nur ein Unterkiefer erhalten: der des Homo Heidelberglensls, der vor über 500.000 Jahren gelebt hat. Die keltischen Urbewohner hinterließen Ringwälle und Hügelgräber. Die Römer legten Straßen und Kastelle, Gutshöfe und größere Niederlassungen an und bauten Ihren Grenz-wall, den Limes, querdurch das Land. Sie nutzten auch die heißen Quellen an vielen Orten zu ausgedehnten Thermalbadeanlagen - etwa In Baden-Baden oder Badenweiler. Doch die Alemannen überwanden im dritten nachchristlichen Jahrhundert die Grenzlinien und trugen das ihre zum Untergang des römischen Weltreichs bei. Im Verlauf der Völkerwanderung drängten die Franken nach und besetzten die nördliche Hälfte Baden-Württembergs - noch immer ist die Mundartgrenze zwischen alemannisch Im Süden und fränkisch Im Norden klar zu erkennen.Im Mittelalter beherrschten mächtige Grafengeschlechter das Land, etwa die Zährlnger, die bedeutende Städte gründeten, später die Staufer, die sich In wenigen Jahrzehnten zum wichtigsten mittelalterlichen Geschlecht entwickelten. Friedrich I. Barbarossa wurde zur Idealgestalt abendländischen Herrschertums Im Mittelalter. Während der staufischen Epoche erlebte der romanische Baustil seine höchste Blüte und seine weiteste Verbreitung. Auch im Zeltalter der Gotik wurden glanzvolle Denkmäler geschaffen, beispielsweise die großartigen Münsterbauten von Freiburg und Ulm. Viele Bauwerke der darauffolgenden Renaissance-Epoche fielen dem Dreißigjährigen Krieg und dem französisch-pfälzischen Erbfolgekrieg zum Opfer, doch hat auch diese Zelt einige bewundernswerte Spuren hinterlassen.Die Barockzelt dagegen überzog vorallem den Süden des heutigen Baden-Württemberg mit einer Fülle kirchlicher und profaner Bauten. Nirgendwo anders in deutschen Landen stehen so viele barocke Kirchen, Klöster und Schlösser auf so dichtem Raum beieinander wie In Oberschwaben, dem Land zwischen Donau und Bodensee. Klassizismus und Jugendstil, Bauhauszeit und aktuelle Architekturfolgten, und die Entwicklung wird auch In der Zukunft nicht stillstehen.Im politischen Ablauf des Geschehens auf dem Gebiet des heutigen Baden-Württemberg Ist nur eines einheitlich: die Zersplitterung. Adelsgeschlechter kamen und gingen, selbst die mächtigen Stauf er verschwanden schon nach 200 Jahren von der Bildfläche der Geschichte. Zwischen Schwarzwald und Schwäbischer Alb gewannen daraufhin die Württemberger immer mehr an Einfluß, im Nordosten stiegen die Hohenloher auf und zersplitterten sich in die Hauptlinien Hohenlohe-Neuenstein und Hohenlohe-Waldenburg und zahlreiche Seitenlinien. Im Nordwesten herrschten vom 14. Jahrhundert an die Pfalzgrafen; zwischen Donau und Neckar war fast tausend Jahre lang hohenzollerisches Gebiet - ebenfalls mehrfach geteilt und wiedervereinigt Um Baden-Baden und Karlsruhe erstreckte sich die Markgrafschaft Baden, südlich davon lagen, teilweise unter österreichischer Hoheit, weitere Grafschaften und Bistumsbesitze. Auch östlich des Schwarzwalds gab es rund um Horb und Rottenburg lange Zelt ein Stück Vorderösterreich. Dazwischen eingestreut Immer wieder kleine Flächen der Freien Reichsstädte des Deutschritterordens, Grafschaften und andere Elnflußgebiete - ein sich von Jahrzehnt zu Jahrzehnt verändernder Teppich mit lauter kleinen Flecken.Napoleon schließlich teilte in brutalen Eingriffen, durch Enteignungen und Auflösung zahlreicher Fürstentümer und Bistumsbesitze Süddeutschland neu ein. Im Reichsdeputationshauptschluß 1803 ent-