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Alba Regia, die vom heiligen König Stefan gegrün-dete, alte königliche Stadt, wurde am 19. Mai des Jahres 1688 von der Türkenherrschaft befreit. Unter dem Druck der Truppén des Oberbefehlshabers,GrafenAdam Batthyány, gaben die Türkén die Festung auf.
Die Bestürmung der Stadt im Jahre 1543 durch die Türkenscharen, die Rückeroberung der Festung im Jahre 1601, die nur ein kurzes Jahr wáhrte, ferner die Befreiungs-kámpfe zertrümmerten, vernichteten und zerstörten die ruhmvollen Erinnerungen und schönsten Schöpfungen der ungarischen Vergangenheit. Das übliche Verhalten und die Regierungsmethoden der Türkén habén in den von ihnen besetzten Gebieten wáhrend dieses Zeitraumes langsam ihre zermalmende Arbeit getan. Keinerlei Schöpfungen kenn-zeichnen ihren Weg. Sie habén nach ihrem jeweiligen Be-darf das Vorhandene in Gebrauch genommen, es umgestaltet und hierbei die schönsten Denkmáler der christlichen Kunst und das Beste der Königserinnerungen vernichtet. Die Kö-nigsgráber sind dem Raub der beutehungrigen Türkén- und Söldnertruppen zum Opfer gefallén.
Die wenigen Einwohner der entvölkerten Stadt setzten sich nach der Befreiung aus den verschiedensten Elementen zusammen. Neben der Urbevölkerung, die mit der grössten Armut zu kámpfen hatte, erscheinen deutsche, und zwar hauptsachlich österreichische Siedler, sowie einwandernde Raizer (Serben). Die deutschen Siedler spielen auf Grund