Bővebb ismertető
M it Liebeserklárungen - dazu erzieht das Leben - sollte man vorsichtig sein, und auch mit der Feststellung, an irgendeinem Fleckchen dieser Erde sei das Glück zu Hause. Wer aber - zum ersten Mai oder in der treulichen Befolgung liebgewordener Gewohnheit - an den Königssee kommt, durch die Gassen der Salzburger Altstadt bummelt, in Reichenhall unter den symmetrischen Pfeilerjochen der Zeno-Kathedrale steht, wer die Kehren der AlpenstraBe genüBlich erfáhrt oder in Bergbahngondeln himmelwárts zu schweben meint, der wird die Bilder dieser Landschaft in sein Herz bannen und daran glauben, daB er plötzüch - unversehenes Geschenk - ein Zipfelchen Glück in seinen Hánden hált. Und er faBt, ohne es zu wissen, in dieser Gefühlsaufwallung ein paar Jahrtausende menschlicher Geschichte zusammen, denn álter als unsere christliche Zeitrechnung ist der Name Juvavum, den einst die Illyrer ihrer Siedlung an der Salzach verliehen. Juvavum - Sitz des Himmelsgottes - was anderes würde das beinhalten als ein Traumziel menschlichen Sehnens, einen Ort, an dem die Wünsche Erfüllung finden, wo der Friede zu Hause ist und das Glück, wo sich die Musen und die Naturgeister die Hánde reichen, um miteinander die Schönheit zu preisen. Wieso, mag sich mancher landschaftsfremde Tourist fragen, wieso prásentiert man oder, besser gesagt, prásentiert sich das Salzburger Land mit den bayerischen Ortschaften zwischen Reichenhall und Berchtesgaden, ja zwischen Tittmoning, Laufen und dem Wolfgangsee, die doch durch unumstöBliche Landesgrenzen zwischen den Bundesrepubliken Deutschland und Österreich getrennt werden, als historische, künstlerische, landschaftliche, volksgeschichtliche Einheit? Nun, die Legende vom Kaiser Barbarossa, der im Untersberg seiner Auferstehung entgegenschláft, von weisen Rabén über alle Neuigkeiten in seinem einstigen Reich informiert, wird hűben und drüben der Grenze im gleichen Wortlaut erzáhlt, im Salzburger Land wie im bayerischen Rupertigau. Der massige Untersberg und sein sagenumwobener, rotbártiger Bewohner sind die groBen Symbole vieltausendjáhriger gemeinsamer Geschichte, gegen die eine kaum íjojáhrige Trennung in nachnapoleonischer Zeit wenig ins Gewicht falit. Und noch etwas habén die drei groBen Stádte im Salzach-Saalach-Dreieck gemeinsam: den Salzreichtum, der von Urzeiten an ihr Wachsen und Werden, ihren Reichtum und ihr Elend beeinfluBte, sie zu máchtigen Kommunen, zu stimmgewaltigen Fürstensitzen werden lieB, aber auch zu umkámpften Piátzen, zu Orten, in denen das Feuer aus den Siedereien öfter als anderswo Gewachsenes vernichtete und Neues werden lieB. /