Bővebb ismertető
VorwortDieses Buch ist aus einer kleinen internen Ausstellung innerhalb des Instituts für Städtebau und Architektur der Bauakademie der DDR hervorgegangen. Das Interesse, das diese Fotoausstellung durch die Konfrontation alter und neuer Bausubstanz des Zentrums der Hauptstadt der DDR besonders bei den jüngeren Architekten hervorrief, ließ den Gedanken aufkommen, das dort zusammengetragene Bildmaterial zu veröffentlichen. Die Fülle des vorhandenen Materials machte es aber notwendig, eine Auswahl zu treffen, die sich schließlich auf die drei historisch bedeutendsten Ensembles der Berliner Innenstadt beschränkte: Breite Straße/Fischerkietz Unter den Linden Alexanderplatz. Sie repräsentieren gleichzeitig drei entscheidende städtebauliche Epochen Berlins: die Breite Straße und der Fischerkietz die mittelalterliche Stadt; die Straße Unter den Linden die Zeit des Absolutismus und der wilhelminischen Epoche; der Alexanderplatz die Zeit besonders nach den Gründerjahren bis zur Entwicklung Berlins zur Weltstadt.Die Bausubstanz dieser drei Straßenzüge wurde im zweiten Weltkrieg teilweise vernichtet und größtenteils bis zum 20. Jahrestag der DDR 1969 neu erbaut.Die architektonisch wertvollen Bauten wurden in mühevoller Kleinarbeit wieder aufgebaut oder restauriert, die anderen, vorwiegend aus der Gründerzeit stammenden Gebäude wurden durch moderne Neubauten ersetzt. Die Anforderungen, die die sozialistische Gesellschaft an den Städtebau stellt, machte es notwendig, einen Teil der historisch gewachsenen Straßenführungen zu verändern. Dadurch entstanden weite, großzügige Straßenräume. Diese Veränderung der alten Stadtstruktur wird in der Publikation an Hand der drei Beispiele optisch aufgezeigt. Bei jedem der Objekte wird immer die gleiche historische Betrachtungsweise angewandt: die erste Bebauung, die zumeist vor 1900 lag, der Zustand um 1900, vor der Zerstörung im zweiten Weltkrieg und schließlich die heutige Gestaltung. Durch diese Form der Zusammenstellung des Bildmaterials wird nicht nur die Baugeschichte illustriert, sondern auch etwas von der Atmosphäre der jeweiligen Epoche vermittelt. Damit wird die Kenntnis über die Entwicklung Berlins zur modernen Hauptstadt erleichtert.Die Auswahl des Bildmaterials wurde daher auch vorwiegend unter städtebaulichen Gesichtspunkten vorgenommen. Es kam dabei mehr auf das Straßenbild und die räumliche Situation als auf das Einzelgebäude an. Das reine Baufoto wurde möglichst vermieden. So wird gleichzeitig, vor allem auf den alten Fotos, etwas von der jeweiligen Straßenatmosphäre wiedergegeben, die sich z. B. in der Kleidung und Haltung der Passanten und der Art und Dichte des Verkehrs widerspiegelt.In knapper Form wird die Geschichte der drei Straßenzüge und ihrer Bauten nach dem neuesten Stand der Forschung auch textlich erläutert und damit zum besseren Verständnis der Abbildungen beigetragen.Es wurde versucht, auch über die Bewohner der Bauten zu berichten, um so das Bild der jeweiligen baugeschichtlichen Epoche plastischer zu gestalten. Eine nur baugeschichtliche Beschreibung wäre dem Thema nicht gerecht geworden.Die umfangreiche Spezialliteratur, eine Voraussetzung für diese Arbeit, wurde in der Ratsbibliothek, einer Fachabteilung der Berliner Stadtbibliothek, gesichtet. Ihrem Mitarbeiter, Herrn Weiler, ist für seine kenntnisreiche Hilfe und vorbildliche Unterstützung