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Der Sieg der Sowjetunion über den Hitlerfaschismus vor 30 Jahren leitete eine Wende in der Geschichte der europäischen Völker und besonders unseres Volkes ein.
Im Aufruf des ZK der SED, des Staatsrates, des Ministerrates und des Nationalrates der Nationalen Front der DDR zum 30. Jahrestag der Befreiung vom Hitlerfaschismus durch die ruhmreiche Sowjetarmee heißt es dazu: ,,Die Befreiung des deutschen Volkes vom Faschismus, die Chance und Verpflichtung zum Bruch mit der imperialistischen Vergangenheit und zum Neubeginn, die Gründung der DDR, der Aufbau der sozialistischen Gesellschaft, die Freundschaft mit der Sowjetunion und den anderen Bruderländern stehen in einem großen gesellschaftlichen Zusammenhang. Niemals wollen und werden wir vergessen: Die Gründung und Entwicklung unserer Republik, dieser guten Heimstatt unseres Volkes, hatte den Sieg des Sowjetvolkes über den Hitlerfaschismus zur Voraussetzung und ist Teil der revolutionären Veränderungen in der Welt."
Der feste Bruderbund zwischen der SED und der KPdSU, die Freundschaft zur Sowjetunion ist Herzschlag unseres Lebens. So wie alle Bürger der DDR, vergessen auch die Einwohner des an revolutionären Traditionen reichen Bezirkes Halle nicht, daß das Fundament unseres Staates in den Schlachten des Großen Vaterländischen Krieges gelegt wurde.
So wie die gesamte DDR wäre auch der Bezirk Halle in seiner gesellschaftlichen Vielfalt und Leistungsfähigkeit ohne den Sieg und die ständige uneigennützige Hilfe der Sowjetunion beim Aufbau des Sozialismus und die unverbrüchliche Freundschaft zum Lande Lenins nicht denkbar.
Der Bezirk Halle - der Chemiebezirk der DDR -zählt zu den leistungsstärksten in der Industrie und Landwirtschaft unserer Republik.
Allein im Jahre 1974 wurde eine industrielle Warenproduktion von über 30 Milliarden Mark erreicht. Das ist so viel, wie die gesamte DDR im Jahre 1950 produzierte. Die immer enger werdende Verflechtung der Volkswirtschaften der DDR und der UdSSR, die sozialistische ökonomische Integration mit der UdSSR und den anderen Bruderländern, die auch in unserem Bezirk allerorts spürbar ist, schuf entscheidende Voraussetzungen, um die Hauptaufgabe des VIII. Parteitages der SED, das sozialpolitische Programm unserer Partei zum Wohle der Menschen zu erfüllen.
Im 30. Jahr der Befreiung vom Hitlerfaschismus grüßt das tausendjährige Halle seine Besucher und Gäste mit dem neu gestalteten Thälmannplatz. Hochhäuser, das Interhotel, neue Wohnbauten, Kinderkombinationen, großzügige Verkehrslösungen in
drei Etagen und die im Sonnenlicht blitzende Fassade am ,,Haus des Lehrers" gehören zum Antlitz des sozialistischen Halle.
Schon hier auf dem Platz, der den Namen des unvergessenen Führers der Kommunistischen Partei Deutschlands Ernst Thälmann trägt, begegnen wir einem steinernen Zeugnis unserer revolutionären Traditionen. Hoch recken sich Arbeiterfäuste. Symbol der kämpfenden Arbeiterklasse, Ausdruck des proletarischen Internationalismus. Vielfältig begegnen wir überall in unserem Bezirk Zeugen des heldenhaften Kampfes der Arbeiterklasse.
Die Werktätigen der fast 600 Betriebe der Stadt Halle setzen mit hohen Produktionserfolgen diese Traditionen würdig fort. Haushohe Pumpen für Kernkraftwerke, Reisezugwagen, Kälteanlagen sind nur einige Produkte des halleschen Maschinen- und Fahrzeugbaus von Weltruf.
Ein Spaziergang über die neugestaltete Klement-Gottwald-Straße mit ihrem bunten Treiben: Geschäfte, Gaststätten und Cafés führen uns zum Marktplatz. Hier erinnert ein Denkmal des Komponisten Georg Friedrich Händel daran, daß er am 23. Februar 1685inHallegeboren wurde. Zur Würdigung seines Schaffens finden alljährlich in Halle Händelfestspiele statt, bei denen namhafte Musiker, Wissenschaftler und Interpreten aus der Sowjetunion, aus England und anderen Ländern zu Gast sind.
Halle, das ist aber auch die Stadt der Halloren, der mittelalterlichen Salzwirkerbrüderschaft, die heute noch im Technischen Museum der Saline Salz sieden. Salz gab auch der Stadt den Namen: ,,Hair' -das Salzbergwerk.
Im Zentrum der Stadt finden wir die alten Gebäude der Martin-Luther-Universität. Ergänzt werden sie durch neue moderne Stätten der Forschung, Lehre und Erziehung. 1949 war die Martin-Luther-Univer-sität die einzige Hochschule in unserem Bezirk. 150 Lehrkräfte bildeten etwa 3 500 Studenten aus. Heute bilden 2 000 Lehrkräfte mehr als 8 300 Direktstudenten aus. Im Bezirk arbeiten derzeit 3 500 Hochschullehrer und Wissenschaftler, die etwa 16 500 Direktstudenten ausbilden.
Das Bildungswesen durchdringt alle Bereiche unserer Gesellschaft und ist einheitlich organisiert. So verlassen nach jedem Schuljahr über 90 Prozent der Schüler die allgemeinbildenden polytechnischen Oberschulen mit dem Abschluß der 10. Klasse.
Großes Augenmerk wird der Vorschulerziehung der Kinder gewidmet. Heute stehen für die jüngsten Bürger über 25 000 Kinderkrippen- und fast 80 000 Kindergartenplätze zur Verfügung.
Das Zentralinstitut für Schweißtechnik der DDR