Bővebb ismertető
I; ^ ': ' ,1 i ' ' I. iV:''iv VIn den Sommermonaten besuchen ungezählte Gäste aus dem In- und Ausland den Park von Sanssouci mit seinen Gärten und erfreuen sich auch an den Blumen auf den Beeten. Die Mitarbeiter der Abteilung Gärten verwenden viel Mühe und Fleiß für die Anzucht dieser Blumen, die Bepflanzung der Beete und deren Pflege. Für die etwa 3200 m- Beetfläche müssen jährlich für die Frühjahrsbepflanzung 70000 Stiefmütterchen und für die Sommerbepflanzung 70000 bis 90000 Sommerblumen in der eigenen Gärtnerei herangezogen werden.Das Anliegen der Sanssouci-Gärtner ist es, den Besuchern eine Vielzahl von Pflanzen zu zeigen und manchen Fachmann wieder an vergessene Arten zu erinnern. Im Sommer blühen auf den Beeten 120 bis 130 verschiedene Arten und Sorten, eine Vielfalt, wie sie in einer Gärtnerei der heutigen Zeit kaum noch vorstellbar ist. Da die Bezeichnung der Pflanzen in verschiedenen Gegenden unterschiedlich ist, bedienen sich Wissenschaftler und Gärtner international der botanischen Namen, die sich aus dem Gattungsnamen und dem Namen der Art zusammensetzen (zum Beispiel Lobelia erinus = Männertreu"). Auch in diesem Heft werden alle Pflanzen zuerst mit dem botanischen Namen und danach mit einem deutschen genannt.Für die Anzucht des Pflanzenmaterials stehen den 12 Mitarbeitern der Gärtnerei 1260 m^ Gewächshausfläche und 1100 m- Frühbeetfläche zur Verfügung-Der überwiegende Teil der verwendeten Arten wird zu den Einjahresblumen gezählt. Diese ent-wickeln sich innerhalb einer Vegetationsperiode vom Samen bis zur fruchtenden Pflanze und sterben dann ab. Dazu gehören eine Reihe bekannter Arten, die jeder selbst aussäen kann, aber auch einige, die unbedingt in einer Gärtnerei herangezogen werden müssen, weil sie in wärmeren Regionen beheimatet sind. Andere sind in ihrer Heimat Stauden, Sträucher oder Halbsträucher und bei uns nicht winterhart und benötigen daher unbedingt den Schutz von Gewächshäusern. Sie werden entweder durch Teilung ihrer Rhizome (Canna), Wurzelknollen (Dahlien) oder der Wurzelstöcke, überwiegend jedoch durch Stecklinge von Mutterpflanzen vermehrt. Die Gewinnung von Saatgut, soweit im Freiland bei uns überhaupt möglich, erfolgt von August bis zum Frosteintritt von den Beständen in der Gärtnerei. Im August wird auch bereits mit dem Schneiden der ersten Stecklinge begonnen, die zum späten Herbst im Gewächshaus schon zu fertigen Pflanzen heranwachsen müssen und zur weiteren Stecklingsvermehrung im Winter dienen. Rhizome und Knollen werden im Herbst gerodet und zur Überwinterung in der Gärtnerei eingelagert. Im Januar beginnen die Aussaaten mit den Begonien und je nach Entwicklungsdauer folgen weitere bis zum April. Zu gleicher Zeit wird die Stecklingsvermehrung weitergeführt. Wenn etwa 100 verschiedene Arten, deren Heimat Afrika, Süd-, Mittel- und Nordamerika oder der Mittelmeerraum ist, herangezogen werden sollen, erfordert das sehr unterschiedliche An-zuchtbedingungen. Hierfür die richtigen Plätze und Temperaturen in den Gewächshäusern zu fin-