Bővebb ismertető
Einführung
Alexander Vogelgsang, Oberbürgermeister
Böblingen, die alte und die neue Stadt, Böblingen, die Stadt mit Zukunft, - so oder ähnlich hätte dieses Buch heißen können. Auf einen solchen programmatischen Titel konnte aber aus guten Gründen verzichtet werden, denn das Titelfoto symbolisiert das heutige Böblingen besser und deutlicher als jeder Slogan.
Mittelalterund Moderne, Beschaulichkeit und technischer Fortschritt treffen sich hier, existieren neben-, aber auch miteinander. Zwangsläufig verursachen diese Gegensätze auch städtebauliche und soziale Spannungen. Hier gilt es immer wieder, neue Lösungen zu finden, damit sich die Menschen, die hier leben und arbeiten, wohlfühlen. Das vorliegende Buch will dieses Böblingen der neunziger Jahre, auch seine Gegensätze, in Wort und Bild einfangen.
Zunächst ist Böblingen mitsamt seinem Ortsteil Dagersheim eine geschichtsbewußte Stadt. Das Schloß, das einst das kleine Amtsstädtchen beherrschte, ist zwar den Bomben des Zweiten Weltkriegs zum Opfer gefallen, und die Altstadt wurde in einer einzigen Nacht weitgehend zerstört; aber die alte Kirche, einige liebevoll restaurierte Gebäude und die Struktur der mittelalterlichen Gassen wecken die Erinnerung an vergangene Jahrhunderte, als die Böblinger Burg Alterssitz der gräflichen und herzoglichen Witwen des württembergischen Herrscherhauses war. Seit der Eröffnung der städtischen Museen vor einigen Jahren wird das gewachsene Ge-
schichtsbewußtsein auch nach außen unterstrichen. Das Fleischermuseum ist einzigartig in Deutschland, und mit dem Bauernkriegsmuseum wird eine wichtige Epoche aufgearbeitet, die bisher historisch und museal auf dem Gebiet der westlichen Bundesrepublik vernachlässigt wurde. Die Heimatstube des Nordböhmischen Niederlands ist Ausdruck der engen Patenschaft Böblingens mit diesem Gebiet. In Dagersheim wird gegenwärtig die ehemalige Zehntscheuer in mühevoller Kleinarbeit restauriert, um dem kulturellen Leben in Dagersheim ein neues Zentrum ZU geben.
Dann ist Böblingen eine gastfreundliche, eine kulturfördernde und eine sportbegeisterte Stadt; dies läßt sich auch aus vielen der nachfolgenden Bilder entnehmen. In einem der größten Sportvereine Baden-Württembergs werden von mehr als 10 000 Bürgern über 20 Sportarten ausgeübt und darin auch Spitzenleistungen erbracht. Jährlich sind Dutzende von Tagungen und Veranstaltungen der unterschiedlichsten Art in unserer Kongreßhalle am Unteren See zu Gast. Wir beherbergen den internationalen Zaubererkongreß ebenso wie die Arbeitstagungen der Computerindustrie. Unsere Sporthalle ist Produktionsort wichtiger Fernsehshows, die den Namen Böblingens in der ganzen Republik bekannt gemacht haben. In der Galerie der Stadt Böblingen werden die Werke einer süddeutschen Künstlergeneration gesammelt, die sich in der stürmischen und bedrängten Zeit zwischen dem Ersten Weltkrieg und den sechziger Jahren rund um die Stuttgarter Akademie entfaltet hat.
Und wer nach sportlichen Anstrengungen oder auch nur nach des Tages Mühen Entspannung sucht, der findet in der neuen Böblinger Mineraltherme warmes, belebendes Heilwasser, das wir aus dem Granit in 700 Meter Tiefe herausholen.
Brunnenfigur des Heiligen Christophorus, auf dem Marktplatz