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Dr. Árpád Juhász - Budaer Bergland [antikvár]
 
Dr. Árpád Juhász DIE ERDGESCHICHTE DER BUDAER BERGE, IHRE HÖHLEN-, PFLANZEN- UND TIERWELT Lebensalter: 200 Millionen Jahre Die Geschichte der Budaer Berge reicht 200 Millionen Jahre zurück. Das ist die Triasperiode der Erdgeschichte. Zu dieser Zeit entstanden die Kalk- und Dolomitgesteine, die die Hauptmasse des Gebirges bilden, und zwar mehrere tausend Kilometer weit von der gegenwärtigen Stelle des heutigen Budapest. Damals waren die heutigen Kontinente noch in einem einzigen riesigen Kontinent vereint. Die Gesteine der Budaer...
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Dr. Árpád Juhász DIE ERDGESCHICHTE DER BUDAER BERGE, IHRE HÖHLEN-, PFLANZEN- UND TIERWELT Lebensalter: 200 Millionen Jahre Die Geschichte der Budaer Berge reicht 200 Millionen Jahre zurück. Das ist die Triasperiode der Erdgeschichte. Zu dieser Zeit entstanden die Kalk- und Dolomitgesteine, die die Hauptmasse des Gebirges bilden, und zwar mehrere tausend Kilometer weit von der gegenwärtigen Stelle des heutigen Budapest. Damals waren die heutigen Kontinente noch in einem einzigen riesigen Kontinent vereint. Die Gesteine der Budaer Berge lagerten sich in dem seichten, tropischen Wasser, einer, in diesen Superkontinent tief hineinreichenden Bucht von ozeanischen Ausmaßen, der Tethys, ab, und zwar unweit des südlichen Ufers Afrikas. In dem von der Sonne durchleuchteten Gewässer schieden Milliarden von Algen Kalk aus, und auch die Schalen der Muscheln tmd die Häuser der Schnecken sind millionenweise in dem anfanglich weichen Kalkschlamm versunken. Die Kalkalgen waren nur bis zu einer Wassertiefe lebensfähig, die der Sonnenstrahl erreichte. Der Meeresboden senkte sich stufenweise und ermöglichte so die Ablagerung von immer neuen Schichten. Das war der Grund dafür, daß die Dik-ke der Dolomit- und Kalksteinschichten auf Kilometer anwuchs, während die Wassertiefe 20-30 Meter nie überstieg. Auf der Südseite der Budaer Berge, in dem mit Fichten bewachsenen Bergzug der Csiki-Berge beträgt die Dicke der kalkalgenartigen Dolomitschichten 1500 m, über Nagykovácsi in der Umgebung von Nagy-Szénás 1200 m. Dem Ausflügler erscheinen die verschiedenen Kalk- und Dolomittypen ziemlich gleichförmig, aber die Geologen unterscheiden zahlreiche Abarten der aus Kalzium- bzw. aus Magnesiumkarbonat bestehenden Gesteine. So im Bergzug des Hármashatár-Berges, wo teils mit Feuerstein-knollen durchsetzter teils dunklerer grauer bituminöser Kalkstein bzw. Dolomit vorzufinden ist. Die kieselartigen Feuersteinknollen und Streifen sind sehr hart, erscheinen deutlich auf den abgebröckelten Flächen der Felsen und verleihen der Dolomitoberfläche ein charakteristisches Geprä- Ähnlicher Dolomit findet sich an einigen Teilen des Sas-Berges imd des Széchenyi-Berges. Übrigens ist der Sas-Berg auf seine Art einzigartig, bietet er doch inmitten einer Großstadt besondere geologische und botanische Seltenheiten. Er steht unter strengem Naturschutz. In den Dolomitfelsen des Sas-Berges sind häufig Schnitte von stattlichen, herzförmigen Mu- scheln, sogenannten Megaloden zu beobachten. Das ursprüngliche Material der Muscheln ist schon verschwomden, aber die Formen bewahrte das Gestein. Die Megaloden lebten auf den Algenwiesen des Meeres, wo sie im wahrsten Sinne des Wortes „weideten". Ihre verschiedenen Subspezies sind die am meisten vorkommenden Überreste der Urtiere der an Versteinerungen ziemlich armen Dolomitfelsen. Eine Eigenart des Dolomits ist, daß er oft zu Staub zerfällt. Diesen Dolomitstaub hat man früher in vielen Steinbrüchen abgebaut und als Scheuersand verkauft. In den Budaer Bergen wurde der Abbau aus Naturschutzgründen schon lange eingestellt, aber ein Teil der alten Steinbrüche gibt noch heute einen Einblick in Millionen Jahre Vergangenheit. Neben den Megaloden ist die sogenannte Ostrea-montiscaprilis-Muschel eine interessante Fossilie des Sas-Berges, die eine 200 Millionen Jahre alte Verwandte der von Feinschmeckern geschätzten Auster ist. Im Bergzug des Härmashatär-Berges und Vi-har-Berges kommen auch oft die Brachiopoden und Ammoniten-Fossilien vor. Die letzteren waren die häufigsten Raubtiere des Zeitalters, die ausgestorbenen Vertreter der Weichtiere, deren Haus sich nicht „stockwerkförmig", sondern flach aufwand. Neben dem Dolomit ist der Dachsteiner Kalkstein der andere charakteristische Gesteinstyp der Budaer Berge, dessen Prototyp sich in Österreich in der Nähe von Salzburg befindet. Es ist ein schönes hellgraues Gestein, aus dem man früher Kalk brannte. In diesem sind die Fossilienreste 1. Neomegalodon aus dem oberem Dolomit der Oberen Trias, Kis-Gellen-Berg J. O.

Termékadatok

Cím: Budaer Bergland [antikvár]
Szerző: Dr. Árpád Juhász , Dr. Éva Gál , Dr. Gál Éva Dr. Juhász Árpád
Kiadó: Kunstverlag
Kötés: Fűzött kemény papírkötés
ISBN: 9633364477
Méret: 210 mm x 290 mm
Dr. Árpád Juhász művei
Dr. Éva Gál művei
Dr. Gál Éva művei
Dr. Juhász Árpád művei
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