Bővebb ismertető
Es its nur ein Bucin, ein Abdrucl< von Fotografien und Buciistaben. Es ist ein Versuch, das tausendfache Antlitz von Budapest so wiederzugeben, daß die fast 2,5 Millionen Einwohner, die jahrhundertealten Häuser, die lärmenden und stillen Straßen gleichzeitig sichtbar werden. Ein vergebliches Unterfangen. Und doch versucht immer wieder irgendjemand . . .
Die Donau teilt und verbindet die ungarische Hauptstadt. Könnte der Fluß sprechen, seine Wellen würden Bände aufregender, interessanter Ereignisse erzählen. Archäologische Funde beweisen, daß die Gegend schon vor 100 000 Jahren besiedelt war. Westlich von Budapest liegt die Gemeinde Vér-tesszölös, wo Knochenreste des Vorzeitmenschen „Samu" gefunden wurden. Später lebten hier Iraker, Illyrer und Kelten, währen der Völkerwanderung kamen germanische und Turkvölker, Hunnen und Awaren und niemand weiß, wer noch.
Dort, wo sich der Stadtteil Óbuda befindet, errichteten die römischen Legionen vor 2000 Jahren Aquincum, den späteren Verwaltungssitz Pannoniens. Prachtvolle Mosaiken, Amphitheater, Mauerreste einstiger Villen und Wohnhäuser berichten über das Leben in Aquincum.
Es gab schrechkliche, grausame Perioden. 1241-42 verwüsteten Tataren die Gegend, zerstörten das Land und dezimierten die Bevölkerung. Kaum hatten sich Land und Leute erholt, kamen die Türken und hielten den größten Teil des Landes 150 Jahre besetzt. Durch die Gassen der Burg und am Donauufer eilten Janitscharen in die von ihnen errichteten Badeanstalten, die vom Thermalwasser gespeist wurden. Von den Hellbädern der Türken werden einige heute noch von den Budapestern besucht, so das bekannteste und sicherlich das schönste am Fuße des Gellérthegy, das Rudas Bad . . .
In den Annalen der Stadt wird 1686 als jenes Jahr vermerkt, in dem auch der letzte Türke die Burg von Buda verlassen mußte.
Die Unabhängigkeit ließ jedoch auf sich warten. Diesmal waren es die Österreicher, die das Land eroberten und dem Habsburg-Reich einverleibten. Es mußte 1848 zur Revolution kommen, damit im Zuge des Freiheitskampfes am 14. April 1849 die Nationalversammlung in inrer Unabhängigkeitserklärung die Entthronisierung des Habsburg-Hauses aussprach. Jedoch vier Monate später, am 13. August, wurde der Freiheitskampf von der Übermacht niedergeschlagen und Österreich regierte Wiederdas Land. Der Ausgleich im Jahre 1867 führte zur Ausrufung der Österreichisch-Ungarischen Monarchie, die bis 1918 bestand.
Der Name Budapest erschien 1872 zum ersten Mal in den Atlanten, als nämlich durch den Zusammenschluß von Pest-Buda und Óbuda die neue Hauptstadt gebildet wurde. Pest-Buda war schon anfangs des Mittelalters das Handelszentrum des Landes und im 13. Jh. wurde Buda königliche Residenz. Eine Änderung trat unter der österreichischen Herrschaft ein, als nämlich jene Könige, die den ungarischen Thron bestiegen, sich in Pozsony, das zu Wien näher lag, krönen ließen und auch das Parlament nach dort einberiefen.
Einen Wendepunkt im Leben der Stadt brachte die 2. Hälfte des 18. Jh.: Die Creme des ungarischen geistigen Leben strömte in das sich schlagartig entwickelnde Pest-Buda. Die Besten der Nation dachten ebenso wie die fortschrittlichen Kräfte in Europa, das kulturelle Leben in Pest-Buda war weit über die Grenzen des Landes hinaus bekannt und zeitgenössische Komponisten konzertierten an der Donau, während ungarische Dichter in Paris rezitierten.
Die Burg in Buda ist heute Teil des Welterbes. Das Antlitz der größten, auch heute bewohnten Burgstadt Europas wurde von den Jahrhunderten der Neuzeit, vor allem aber von der Eklektik des 19. Jh. geprägt. Den Schlußstrich bildet die gegenwärtige Wiederherstellung der im II. Weltkrieg zerstörten Bauwerke.
Die Burg ist den Budapestern ein Symbol, ein Symbol der Zerstörungen durch die verheerenden Stürme der Geschichte und des ständigen Neubeginns. Die Geschichte formte sie, das 18. Jh., Barock, Rokoko und Zopfstil.
Budapest kennzeichnen viele bekannte Bauwerke: Parlament, Fischerbastei, Zitadelle auf dem Gelérthegy, das Gebäude der Ungarischen Akademie der Wissenschaften, Kettenbrücke, die Denkmalkomposition auf dem Hősök tere (Heldenpietz), die schnurgerade Népköztársaság utja, um nur einige zu nennen. Unbedingt erwähnt werden müssen einige Bauwerke aus jüngster Vergangenheit, wie z. B. die sezessionistischen Gebäude der Architekten Ödön Lechner und Károly Kos, das Kunstgewerbemuseum und die Bauten im Tiergarten.
Bei schönem Wetter kann man von der Spitze des Gellérthegy die acht Donaubrücken sehen. 1945 lagen sie alle, in die Luft gesprengt, im Flußbett. Vom Lebenswillen der Budapester erzählt die Geschichte: Nach vier Jahrzehnten findet der Reisende eine verjüngte, lebensfrohe Stadt, die Brük-ken verbinden wieder die beiden Stadtteile, die Menschen besiegten die Hoffnungslosigkeit.
Das Rad der Geschichte dreht sich ständig: Budapest, dessen Besuch einst als Abenteuer zählte, ist heute das Ziel der Touristen. Und jeder findet etwas anderes schön, jeder erinnert sich gerne an etwas anderes. Lieber Leser, erwarten Sie nicht auf wenigen Seiten jedermanns Budapest zu finden.
Es ist nur ein Buch . . .
István Bara