Bővebb ismertető
Vorwort Bereits seit 1986 arbeiten das Braunschweigische Landesmuseum und das Historische Museum Budapest auf wissenschaftlichem und musealem Gebiet eng zusammen. Ein besonderer Schwerpunkt bildete sich dabei in bezúg auf mittelalterliche Geschichte und Mittelalterarcháologie. Für das Braunschweigische Landesmuseum ist damit eine konsequente Fortsetzung der wissenschaftlichen Ansátze der 1985 in Braunschweig durchgeführten Ausstellung »Stadt im Wandel« verbunden. Das Historische Museum Budapest prasentiert in diesem Zusammenhang erstmals die bedeutenden Ergebnisse der mittelalterlichen Stadtarcháologie und Er forschung der stádtischen Anfánge der Hauptstadt. Dabei werden in dieser umfassenden Ausstellung in grofier Zahl bisher unveröffentlichte Sachquellen aus allén Bereichen der Geschichte, Kultur, Kunst und Wirtschaft vorgestellt und sowohl der Öffentlichkeit als auch der Forschung allgemein zuganglich gemacht. Einen Höhepunkt bilden die gotischen Skulpturen aus dem Fund vom Gelánde der Burg in Budapest, die zum erstenmal auBerhalb Ungarns gezeigt werden können. Sie lassen ebenso wie viele andere bedeutende Ausstellungsobjekte (etwa die Ofenkacheln) erkennen, welch hohen Stand Kunst und Kultur auf dem Gebiet der heutigen ungarischen Hauptstadt im Mittelalter besaften. Mit der Ausstellung »Budapest im Mittelalter« und dem begleitenden Handbuch wird zugleich auch eine erste Zusammeníassung der Forschungsergebnisse der Stadtarcháologie von Budapest vorgestellt. Dabei wird deutlich, wie wichtig der noch relativ junge Zweig der Mittelalterarcháologie für die Erkenntnisse der historischen Entwicklung einer Stadt wie Budapest ist. So soll mit der Ausstellung nicht nur Einblick in die faszinierenden Ergebnisse geboten, sondern zugleich die dringende Notwendigkeit zur systematischen Fortsetzung der Untersuchungen und ihrer interdisziplináren Auswertung aufgezeigt werden. Wir danken allén Verantwortlichen des Niedersáchsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur und des Ministeriums für Kultur und Bildung der Republik Ungarn, die das Zustandekommen der Ausstellung ermöglicht und gefördert habén. Besonderer Dank gilt den Kolleginnen und Kollegen der beiden Museen, die für Konzeption, Planung und Realisierung sehr viel Arbeit geleistet habén. Dies gilt in gleicher Weise für die Autoren des umfangreichen Katalog-Handbuches. Danken möchten wir insbesondere dem verantwortlichen wissenschaftlichen Projektleiter, Dr. István Feld, der in intensiver Vorarbeit das Konzept entwickelt und die Ausstellung in Verbindung mit Wolf-Dieter Steinmetz, m.a., realisiert hat. Abschlietöend, aber ebenso herzlich danken wird den Leihgebern und Förderern, die namentlich aus den Dankeslisten zu ersehen sind, für ihre Unterstützung sowie der Druckerei Heckners Verlag in Wolfenbüttel und ihrem Vertreter, Herrn Gerd Nielandt, ohne deren Einsatz das Katalog-Handbuch nicht in der kurzen zur Verfügung stehenden Zeit hatte fertiggestellt werden können. Wir hoffen, dafí dieses Beispiel einer intensiven musealen und wissenschaftlichen Kooperation zwischen beiden Museen eine gute Grundlage darstellt für zukünftige Forschungsvorhaben im Interesse der Museen, ihrer Besucher und der Forschung an den Museen. Gerd Biegel, m.a. Dr. László Selmeczi Braunschweigisches Historisches Museum Landesmuseum Budapest