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Geschichte der KircheUm 1241-42 wurde Ungarn von den Tataren schwer verwüstet. König Béla IV. kam durch die Erfahrungen zur Einsicht, auf dem Burgberg von Buda, oder wie man es derzeit nannte, auf dem Neuberg von Pest, eine neue, befestigte Hauptstadt zu errichten, die nach Esztergom (Gran) und Óbuda (Altofen) abgesehen von der ungefähr zwei Jahrhunderte dauernden Türkenherrschaft - die endgültige Residenz Des Landes geblieben ist. Der königliche Palast nahm den südlichen Teil des langen, steilen, mit der Donau ungefähr parallelen Felsengrats ein. Nördlich lag die neuerdings angesiedelte Bürgerstadt, im Verteidigungsgürtel der mit Türmen befestigten Stadtmauer, die auch den Palast umfaßte. Ungefähr in der Mitte des Berges wurde im dritten Viertel des Xlll. Jahrhunderts die der Jungfrau Maria geweihte Pfarrkirche erbaut.Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 1247. 1255 spricht der König von der zu erbauenden", 1269 aber von der neu erbauten" Marienkirche. Dieser früheste Bau war eine dreischiffige Basilika mit Pseudo-Querschiff. Der Hauptchor war mit der Hälfte des Vierzehnecks geschlossen und von Steitenchören mit geradem Chorschluß flankiert. Die Westfassade plante man bereits damals zweitürmig. Die Kreuzrippengewölbe des Innenraums ruhten auf den Blattkapitellen der Säulen, bzw. Pfeiler. Die Details im Chor und im Pseudo-Querhaus zeugen von der Tätigkeit einer früheren, in den 1250-60-er Jahren, und einer späteren, im Langhaus in den 1260-70-er Jahren tätigen Steinmetzwerkstatt. Die Struktur und die Einzelformen richteten sich einerseits nach der nordfranzösischen Gotik, anderseits enthielten sie reichlich burgundische spätromanische Elemente. Diese westeuropäischen Einwirkungen dürften durch Süddeutschland und Österreich vermittelt worden sein. Die Marienkirche von Buda ist das früheste und vollkommenste heimische Werk der klassischen gotischen Kirchenbaukunst, die uns über alle wesentlichen künstlerischen Bestrebungen des Zeitalters von Béla IV. unterrichtet. Sie steht dem, ebenfalls von Béla IV. gestifteten Dominikanerinnen-Kloster auf der Margaretheninsel nahe. In den Kreis dieser Werkstatt kann auch der um 1280 errichtete, fein bearbeitete, mit Fenstern durchbrochene Chor der ehemaligen Franziskanerkirche von Sopron gezählt werden.1309 wurde Kari Robert von Anjou vor dem Altar der Kirche von Buda gekrönt. Um 1370, gegen Ende der Regiemngszeit seines Sohnes, des Königs Ludwig, entstand das von süddeutschem Einfluß zeugende Südwestportal, mit der Reliefdarstellung des Marientodes. Sein Meister dürfte der Schöpfer des Portals am Stockwerk der zweigeschoßigenI i i' if: 'i j.iY