Bővebb ismertető
Die Burg Falkenstein hat eine lange GeschichteDie Burg Falkenstein liegt am Rande des Selketales im nordöstlichen Teil des Unterharzes, der hier auch als Mansfelder Bergland bezeichnet wird. Die Gipfel übersteigen hier kaum die 400-m-Grenze, aber das Gebiet ist durch die Schönheit und Einsamkeit des Waldes gekennzeichnet. Zwischen Harzgerode, Gernrode, Ballenstedt und Wieserode erstreckt sich ein lückenloses Waldrevier, das nur um Pansfclde von einer Rodungsinsel durchbrochen wird. Mitten durch diese dichten Wälder zieht sich in gewundenem Lauf, einsame Flußstrecken durchfließend, die Selke. Aus einem schmalen Bach, dessen Quelle auf der Wasserscheide etwa 2,5 km südöstlich Stiege liegt, entwickelt sie sich zu einem der schönsten Harzflüsse, der zu Zeiten der Schneeschmelze zu einem reißenden Gewässer werden kann. Nach den Engstrecken bei Mägdesprung weitet sich das Tal bei der Selkemühle, einer beliebten Ausflugsgaststätte mit Ferienheim. Am Falkenstein verengt sich das Tal abermals, und beim nahen Meisdorf verläßt die Selke den Harz und tritt in das nördliche Harzvorland ein. Nur 3,5 km oberhalb von Meisdorf steht Burg Falkenstein oberhalb der Thalmühle auf einsamer Höhe mitten in den weiten Harzwäldern, etwa 135 m über dem Talboden. Die spätmittelalterliche Burg ist ein einmaliges historisches Baudenkmal in der DDR, weil sie seit Jahrhunderten fast unverändert geblieben ist. Von Jahr zu Jahr kommen mehr Touristen und Erholungsuchende auch in diese Gegend, die erst seit dem Anwachsen des Kraftverkehrs vorteilhaft erschlossen werden konnte. Mit dem Pkw ist Burg Falkenstein am günstigsten auf der Strecke Meisdorf - Pansfclde - Abberode von der Gaststätte Gartenhaus aus zu erreichen.Burg Falkenstein ist von den mehr als 50 mittelalterlichen Burganlagen des Harzraumes die einzige, deren Erscheinungsbild seit 1600 unverändert geblieben ist. Im Gegensatz zu zahlreichen anderen Burganlagen, die entweder durch Zerstörung oder durch Um- und Erweiterungsbauten ihr eigentliches mittelalterliches Bild verloren haben (Wernigerode, Blankenburg, Stolberg, Arnstein, Ballenstedt, um nur die nahe gelegenen zu nennen) blieb hier Gesamtanlage und Gestalt der Einzelbauten unverändert. Hieraus erklärt sich die Bedeutung, die die Burg Falkenstein als Zeuge des mittelalterlichen Burgenbaues genießt und ihre Wertschätzung über die Grenzen der DDR hinaus.An dieser Stelle sei zum Verständnis des Lesers erläutert, worauf diese Tatsache zurückzuführen ist, daß im Fall der Burg Falkenstein grundlegende Veränderungen unterblieben. Aus der Geschichte der Burg geht hervor, daß sie kaum in kriegerische Auseinandersetzungen verwickelt war, eine ernsthafte und damit folgenreiche Bestürmung hat nachweislich nicht stattgefunden. Bei der bis ins 17./18. Jahrhundert üblichen Gepflogenheit, erstürmte Burgen und Befestigungen teilweise oder gänzlich zu zerstören, hätte vermutlich die Geschichte der Burg entweder gänzlich geendet - wie es z. B. bei der selkeaufwärts gelegenen Burg Anhalt geschah - oder eine baugeschichtlich andere Entwicklung genommen. Die Grafen von Falkenstein und ihre Besitznachfolger waren nicht friedlicher und zurückgezogener als andere Feudalherren, verstanden es aber, Kämpfe von ihrem Sitz fernzuhalten. Wesentlich für den friedlichen Zustand hat dazu beigetragen, daß die Lage der Burg auf einem unzugänglichen Bergrücken sie zumindest für die Verhältnisse des Mittelalters praktisch unangreifbar machte. Die verteidigungstechnischen Gegebenheiten und Maßnahmen werden in folgenden Abschnitten eingehend beschrieben.Entscheidenden Einfluß auf die Unberührtheit hatte die Nutzung der Burg. Die mittelalterlichen Teile der Anlage wurden, so geht aus Inschriften, Beschreibungeii