Bővebb ismertető
Burgen in OstbayernDie wald- und hügelreichen Landstriche Ostbayerns, in die weite Flulkáler als gün-stige Einfallstrafíen hineinführen, waren von jeher besonderen Scliutzes bedürftig. Wie könnte es überraschen, dafí wir bis in ihren áufíersten Osten hinein Burgen finden, die in kaiserlichem Besitz solcher Aufgabe dienten und vor allém unter Friedrich Barbarossa eine sichere Verbin-dung zwischen Nürnberg und Eger schaffen sollten? Aufier diesen Reichsburgen ist auch sonst manche ostbayerische Anlage mit der Kaiser- und Reichsgeschichte ver-bunden: Ob wir an die Erziehung des un-glücklichen Hohenstaufen Konradin auf der Trausnitz ob Landshut denken, oder an die Gefangenschaft Friedrichs des Schönen auf der Trausnitz im Tale, nach seinem vergeblichen Kampf um die Kaiser-krone. Die Hussitenstürme und schliefilich der dreifiigjáhrige Krieg wurden Schick-salsstunden vieler ostbayerischer Burgen, die in ihnen litten oder gar untergingen. Die meisten der über hundert alléin in der Oberpfalz noch bestehenden Burgen und -ruinen waren jedoch nicht Reichs-besitz, sondern landesherrliche Lehens- und Ministerialensitze. Neben den bayerischen Herzögen und einheimischen Grafcn-geschlechtern, wie den Ortenburgern, Leuch-tenbergern und Sulzbachern, spielen da die Bischöfe von Regensburg und Passau eine wichtige Rolle, übertroffen allerdings von dem Besitzstand des Hochstiftes Bamberg, der bis Winzer und sogar Hilgartsberg an der Donau reichte. Natürlich waren auch die Burgen Ostbayerns ursprünglich nicht Raubritternester", sondern dienten als feste Stützpunkte im mittelalterlichen Ordnungsgefüge: Zur Sicherung nach auíkn, wie zur Beherrschung und Verwal-tung des eigenen Gebietes. Der Burgenbau beginnt in karolingischer Zeit, bereits in ottonischer lassen sich frühe Anlagen in Ostbayern nachweisen. Auch hier liegt die Blüte im 12. und 13. Jahr-hundert und der Ausklang an der Schwelle des 16. Bautráger war das Rittertum, aus dem Stand berittener Berufskrieger zur kulturtragenden Schicht der Epoche aufge-stiegen und in der Zeit der Kreuzzüge im höchsten Ansehen. Mehrerlei Gründe verursachten den folgenden Niedergang;als gewichtigster die Erfindung weittragen-der Feuerwaffen, die den gepanzerten Ritterheeren ihren militárischen Sinn nah-men und den Kampf um feste Platze revo-lutionierten. So entartete und verarmte die Ritterschicht. Jetzt kommt es zu letzten Versuchen der Selbsterhaltung, wie dem berüchtigten, sagenumsponnenen Raub-ritterwesen. Die Ritterburg wird abgelöst von der Festung mit landesherrlicher Garnison.