Bővebb ismertető
VORREDEDer Erforschung, dem Verständnis, der Deutung der Ruinen des alten Roms dienen ganze Bibliotheken. Die Jahrhunderte seit der Renaissance bemühen sich darum. Von dieser Arbeit, an der mehrere Disziplinen der Altertumswissenschaft teilnehmen, die schon so weit entwickelt sind, daß kein einzelnes Gelehrtenleben mehr ausreicht, sie alle zu umfassen, auch nur im Auszug einen Begriff zu geben, kann nicht die Absicht eines Bandes von siebzig Seiten Text sein. Sondern dieser kann nur dazu dienen, denen, die Rom nodi nicht gesehen haben, einen Weg der Annäherung zu bahnen, denen, die es erlebt haben, eine Hilfe der Erinnerung zu gewähren.Daß Weg und Hilfe von der Photographie bereitet werden, bedeutet zwar, vergleicht man ihre Möglichkeit mit denen der Äußerung des Künstlers, einen Gewinn an mechanischer Genauigkeit und beweglicher Mannigfaltigkeit, aber zugleich Beschränkung und Grenze. Denn selbst wenn die Photographie so meisterhaft ausgeübt wird wie von Alfred Nawrath, so versagt sie doch der Ruine gegenüber in zahlreichen Fällen. Ist das Fragment zu aufgelöst, zu trümmerhaft, so ist die Photographie unfähig, das scheinbare Chaos zu ordnen. Das wenige, das die Zeit übriggelassen, wird in der Aufnahme zu einem unsinnlichen Nochweniger. Aus diesem Grunde fehlen auf unseren Tafeln nicht nur einige einzelne kleinere Denkmäler des Forums, wie der Umbilicus Romae und das Volcanal, sondern auch ein so bedeutender Komplex wie die Basilica Aemilia. Auch die Ruinen des Palatins verschließen sich der photographischen Wiedergabe zum größten Teil. In anderen Fällen ist die Ruine zu groß für die Photographie. Die riesigen Gewölbe der römisdien Thermen, der Zusammenhang ihrer Säle gehen zwar ein in das menschliche Auge, aber nicht in die photographische Linse.Nur in einem Fall, für das Innere des Pantheons, haben wir Aushilfe bei einem römisdien Stich gesucht. Wir könnten uns als Ergänzung dieses Bandes einen anderen, sehr schönen, denken, der im wesentlichen auf Stichen G. B. Piranesis beruhte. Von diesem müßte die Photographie ganz fern gehalten werden.Weil nach ungeschriebenem Gesetz die erste Veröffentlichung von Ausgrabungen und Funden im Boden Italiens den italienischen Gelehrten vorbehalten ist, war die Einbeziehung des Frieses aus der Basilica Aemilia, der Reliefplatten aus dem Grundstück der Cancellería und der Domus Augustana am Westabhang des Palatins nicht möglich.Die vorgeschriebene Kürze des die Tafeln begleitenden Textes verbot jede Art gelehrter Exkurse, selbst wenn solche in unserer Absicht und in unserem Vermögen gelegen hätten. Wer über unsere knappen Angaben hinausgelangen will, der wird den besten Führer in den vortrefflichen vier Bänden Giuseppe Luglis, I monumenti antichi di Roma e Suburbio, Roma, G. Bardi, 19311940, finden, die bald in neuer Bearbeitung vorliegen werden. Aufschluß über die Fortschritte auf dem Gebiet römischer Ausgrabungen und topographischer Forschung geben die jährlichen Berichte des Deutschen archäologischen Instituts in Rom im Archäologischen Anzeiger, Beiblatt des Jahrbuchs des Deutschen archäologischen Instituts.Rom, Palilien 1943.L. Curtius.5