Bővebb ismertető
Ein Idyll liegt vor mir offen, rings die Berchtesgadener AuSo begann der Mineraloge und Dichter Franz von Kobell 1865 einen Bericht über das Berchtesgadener Land, das er so oft als Jäger besucht hat. Wie er, haben viele seiner bedeutenden Zeitgenossen begeistert über dieses landschaftliche und kulturhistorische Kleinod im südöstlichsten Eck Deutschlands berichtet. Unter den ersten >Sommerfrischlern< waren die bayerischen Könige, denen nach der Auflösung des Kirchenstaates Berchtesgaden dieses Land 1809 als endgültiger Besitz zugesprochen wurde. Das Schloß der Fürstpröpste wurde zur Sommerresidenz der Wittelsbacher umgebaut. Mit ihnen kamen viele Berühmtheiten -Naturwissenschaftler wie Alexander von Humboldt, Dichter wie Karl Stieler, Hugo von Hofmannsthal und Hermann Löns sowie Maler, die mit Bleistift und Pinsel diese herrliche Landschaft festhielten. Adolph Menzel, Ludwig Richter, Carl Rottmann, Ferdinand von Olivier und viele andere Künstler, bis hinein in unsere Tage, hat die Schönheit dieses Landes angezogen. Was aber ist so einzigartig an diesem Fleckchen Erde? Die einmalige Geschichte dieses Landes, das seit der Gründung der Propstei Bertolsgaden im Jahre 1102 bis zum Beginn dieses Jahrhunderts im wesentlichen in seinen Grenzen bestehen blieb? Die Geschichte des Salzes, das so wertvoll war als Konservierungsstoff von Fleisch, Fisch und anderer verderblicher Lebensmittel, daß es mit Gold aufgewogen wurde? Oder ist es die Schönheit dieser Landschaft, die Dichter und Maler in ihren Werken beschrieben? Was zieht jedes Jahr so viele Besucher in dieses Land? Sind es Klettertouren durch 2000 Meter Fels in der Watzmann-Ostwand? Die Ruhe und Besinnlichkeit beim Anblick des von gewaltigen Bergmassiven eingeschlossenen Wasserspiegels des Königssees? Das noch verwurzelte und lebendige Brauchtum der Menschen dieses Landes? Alle diese vielfältigen Gründe haben eine gemeinsame Ursache - die einzigartige geographische Lage Berchtesgadens. Berchtesgaden ist in seinem Kerngebiet, dem inneren Landkreis, ein geschlossener Talkessel, der von sechs großen Gebirgsmassiven eingerahmt und umschlossen wird. Nur an einer Stelle öffnet sich diese mächtige Umrahmung: Dort, wo sich der kleine Gebirgsfluß, die Berchtesgadener Ache, seinen Weg zwischen dem Untersberg und den Ausläufern des Hohen Göll hinaus ins Salzburgische gesucht hat, öffnet sich der Berchtesgadener Talkessel zum flacher werdenden Tal der Salzach. Dort liegt heute der Grenzübergang Hangendenstein. Auf